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Bald weniger freie Hebammen?

13.05.2014  15:29 Uhr

Von Verena Arzbach / Viele deutsche Hebammen sehen ihre Existenz bedroht. Schon länger klagen freiberufliche Beleghebammen über steigende Beiträge zur Haftpflichtversicherung.

Sie belaufen sich inzwischen auf mehr als 5000 Euro jährlich. Zudem will eine der drei Versicherungen, die derzeit überhaupt Policen für Hebammen ausstellen, ab Sommer 2015 keine mehr anbieten.

Ohne Berufshaftpflichtversicherung, die vor allem Fehler während der Geburt abdecken soll, dürfen Hebammen aber nicht arbeiten. In Deutschland gibt es insgesamt etwa 21 000 Hebammen, nur 3500 von ihnen sind freie Beleghebammen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will den Hebammen nun mit Mitteln der Krankenkassen helfen. Diese sollen einen Zuschlag zahlen, damit auch freie Hebammen mit nur wenigen Geburten die Kosten für die Versicherung bezahlen können. /