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Herz-Diagnose vor der Geburt

13.05.2014  15:29 Uhr

Von Verena Arzbach / Kardiologen können Herzfehler oder Herzrhythmusstörungen heute schon beim ungeborenen Kind diagnostizieren. US-amerikanische Mediziner haben nun erstmals eine Leitlinie zur fetalen Kardiologie entwickelt.

In der Leitlinie empfehlen die Experten Schwangeren mit bestimmten Risikofaktoren für Herzerkrankungen, das ungeborene Kind untersuchen zu lassen. Dazu zählen erblich vorbelastete Schwangere mit kardialen Erkrankungen in der Familie, Diabetikerinnen, Schwangere mit Gestationsdiabetes im ersten Trimenon und werdende Mütter, die im dritten Schwangerschaftsdrittel nichtsteroidale Antiphlogistika eingenommen haben.

Auch wenn bei dem Kind bereits eine Trisomie wie das Down-Syndrom entdeckt wurde, raten die Experten zu einer Herzuntersuchung vor der Geburt. In der Regel setzen Kardiologen dazu das Verfahren der Echokardiografie ein, eine Ultraschall-Untersuchung des kindlichen Herzens. Seit längerem ist es auch möglich, über Elektroden auf dem Bauch der Mutter ein fetales Elektrokardiogramm (EKG) abzuleiten. /

Quelle: American Heart Association