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Mit Katzenbiss zum Arzt

13.05.2014  15:29 Uhr

Von Annette Immel-Sehr / Wird ein Kind von einer Katze gebissen, sollten Eltern mit ihm immer zum Kinder- und Jugendarzt gehen, damit dieser die Wunde professionell reinigt.

»Katzen besitzen sehr spitze Zähne, die tief eindringen und mit dem Speichel Keime weit in das Gewebe bringen – auch wenn die Haut wenig verletzt scheint. Insbesondere Bisse in die Hand bergen ein hohes Infektionsrisiko«, warnt Prof. Hans-Jürgen Nentwich, ehemaliges Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und langjähriger Leiter der Kinderklinik in Zwickau.

Rötet sich der Bereich um den Biss oder schwillt er an, sind dies Warnzeichen für eine Infektion. Katzenbisse entzünden sich etwa zehnmal häufiger als Hundebisse, in bis zu 40 Prozent der Fälle. Bisse in das Gelenk oder die Sehnen führen häufig zu Komplikationen, die eine Krankenhauseinweisung erforderlich machen.

Eine Bisswunde muss zunächst unter lauwarmem, laufendem Wasser gereinigt und anschließend mit einer sterilen Mullkompresse abgedeckt werden. Die Eltern sollten daran denken, den Impfpass mit zum Arzt zu nehmen, damit er überprüfen kann, ob eine Tetanus-Impfung erforderlich ist. »Kinder sollten früh den respektvollen Umgang mit Tieren lernen. Einer Katze sollten sie sich behutsam nähern. Sicherer ist es, nicht zu versuchen, fremde Katzen zu streicheln«, so Nentwich.

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte