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Metaanalyse

Terbinafin erfolgreich bei Fußpilz

27.08.2009
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Metaanalyse

Terbinafin erfolgreich bei Fußpilz

PTA-Forum / Die Einmalanwendung einer filmbildenden Terbinafin-Lösung bekämpft Fußpilz ebenso wirksam wie eine längere topische Therapie mit anderen Wirkstoffen aus der Gruppe der Antimykotika. Dies zeigt jetzt eine Metaanalyse.

Die Lokaltherapie von Fußpilz erfordert Geduld. Die meisten Arzneimittel muss der Patient mehrere Tage bis Wochen ein- bis zweimal täglich auftragen. Anders bei der speziell entwickelten Lösung mit dem Wirkstoff Terbinafin: Hier genügt die Einmalanwendung. Die Ergebnisse einer aktuellen Metaanalyse stellte Professor Dr. Hans Christian Korting vom Universitätsklinikum München bei einem Pressegespräch in München vor. In der Metaanalyse verglichen Wissenschaftler die Ergebnisse von 32 klinischen Studien, in denen Patienten mit Fußpilz zwischen denZehen (Interdigitalmykose) ein Antimykotikum oder ein Scheinpräparat lokal anwendeten. 

Je nach Studie trugen sie unterschiedliche Präparate, zum Beispiel mit Azolen, Allylaminen oder Ciclopiroxolamin, auf die infizierte Haut auf. Alle Studien schlossen mindestens 30 Patienten ein und bewerteten die Heilung als ein Zielkriterium. Dies bedeutet, dass nach der Behandlung weder in der Zellkultur noch in einem Hautabstrich unter dem Mikroskop Pilze nachweisbar waren.

Die Autoren um Studienleiter Dr. Jean-Paul Ortonne vom Universitätskrankenhaus Nizza berechneten aus den Daten, dass die Einmalanwendung von Terbinafin keinem anderen Präparat unterlegen war, auch wenn dieses mehrmals pro Tag und über mehrere Wochen appliziert worden war. In wenigen Fällen schnitt die Einmalanwendung sogar besser ab. Allerdings betonen die Wissenschaftler, dass es bislang noch keine Studie gibt, die die Terbinafin-Lösung direkt mit anderen Antimykotika vergleicht.