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Gewinnaktion

Beim Filmdreh dabei

20.07.2012  15:21 Uhr

Von Ralf Daute / Im Frühjahr starteten PTA-Forum und Bayer HealthCare Deutschland eine gemeinsame Aktion: Leserinnen konnten sich bewerben, eine Filmproduktion im Bayer-Werk ­Bitterfeld mitzuerleben. Sabine Dräger, PTA aus Bayern, reiste nach Sachsen-Anhalt und gewann zusätzlich eine Rolle in einem Informationsfilm über das Schmerzmittelgranulat Aspirin® Effect.

Normalerweise bewegt sich das Berufsleben von Sabine Dräger in der St. Anna-Apotheke in Riedenburg, einer malerischen Kleinstadt im Altmühltal in Bayern. Doch dann stand die 37-jäh­rige PTA im Bayer-Werk Bitterfeld, im Herzen der ostdeutschen Industrie­region, zwischen haushohen Wirbelschichtgranulatoren und Mischanlagen, die in 40 Minuten die Inhaltsstoffe für 20 Millionen Tabletten herstellen.

Dass die PTA den Weg der Medikamente, die sie täglich verkauft, bis zur Produktion zurückverfolgen durfte, hat sie einer Aktion von Bayer HealthCare (BHC) Deutschland und PTA-Forum zu verdanken. Eine Jury wählte die zweifache Mutter aus, die Produktion eines Informationsfilms zur besonderen Galenik von Aspirin® Effect zu begleiten. Und nicht nur das: Bayer entschied sich spontan, das Angebot zu erweitern, und ihr »eine Rolle auf den Leib zu schneidern«, berichtet Erwin Filter, ­PR-Manager bei Bayer HealthCare Deutschland.

Gedreht wurde daher an zwei Orten: in Köln, wo das Filmteam in der Innova­tionsakademie Deutscher Apotheken Gespräche und 3D-Effekte zur Pharmakokinetik des Medikaments aufzeichnete, sowie in Bitterfeld, wo in einer der modernsten pharmazeutischen Fabriken Aspirin® produziert wird. Dräger war überall hautnah dabei.

Perfekte Besetzung

Ihre Rolle in Köln verlangt von Dräger mehrmals in einem Dialog störungsfrei das Wort Acetylsalicylsäure zu sprechen. Doch was für einen normalen Schauspieler vermutlich schwierig gewesen wäre, meistert die PTA aus Bayern souverän. Der Rest hingegen war die größte Herausforderung ihres 18-jährigen Berufslebens: »Ich hätte nie geglaubt, dass Filmen so stressig ist.«

Für den Dreh hat sie allerdings den perfekten Mentor: Regisseur Dr. Norbert Arndt, gelernter Allgemeinmediziner, ist in Sachen Wissenschaftsfilm ein Profi, dessen Werke schon mehrfach ausgezeichnet wurden. Er kann mit Technik, mit Profis und auch mit Laien umgehen. Mit viel Fingerspitzengefühl setzte er Sabine Dräger gekonnt in Szene – so lange, bis er den erlösenden Satz sprach: »Und Cut! Das war perfekt!«

Im Film erklärt außerdem Dr. Uwe Gessner, medizinisch-wissenschaft­liche Abteilung bei BHC Deutschland, eindrucksvoll, warum der Wirkstoff besonders schnell im Körper anflutet und auf diese Weise rasch den Schmerz bekämpfen kann. Aspirin® Effect kann aufgrund seiner Granulatform ohne Wasser eingenommen werden.

In Bitterfeld filmte Arndt mit seinem Team, wie die Produktion von Aspirin® Effect abläuft. Hier rotieren stählerne Behälter in der Größe eines Lieferwagens, die zwölf Tonnen Arznei zusammenmixen können – riesige Mengen, die größte Präzision voraussetzen. Oder, um es mit den Worten von Dr. Ulrike Opitz, stellvertretende Betriebsleiterin der Prozesstechnologie und Projektleiterin von Aspirin® Effect am Standort Bitterfeld, auszudrücken: »Wir sind in der Großindustrie, müssen aber ein Produkt herstellen, das strengste gesetzliche Anforderungen erfüllen muss.«

Schritt für Schritt filmt das Team, wie das Granulat entsteht: von den Wirbelschichtgranulatoren, in denen der staubfeine Wirkstoff zu Körnchengröße »verdickt« wird, bis zu den ­Extrudern, aus denen weitere Bestandteile des Granulats in langen Fäden ­herausgepresst werden. Ute Walther, Öffentlichkeitsarbeit Bayer Bitterfeld, erläutert die einzelnen Produktionsschritte – von der Anlieferung der Grundstoffe bis zur Lagerung im Hochregallager, das Platz für mehr als 5000 Paletten bietet. »Hier arbeiten 300 Beschäftigte, die mehr als neun Milliarden Tabletten pro Jahr herstellen«, führt sie aus.

Lob vom Profi

Es ist das erste Mal in ihrem Berufsleben, dass Dräger sieht, wie die Arzneimittel, die sie tagtäglich nach ihrer Beratung in der Apotheke verkauft, industriell hergestellt werden. Und es ist auch das erste Mal, dass sie für ihre schauspielerischen Qualitäten gelobt wird: »Wir müssten einen Apotheken-Oscar einführen! Sie hat ihre Sache toll gemacht«, freute sich der Regisseur. Auch die PTA war nach den beiden Drehtagen begeistert: »Das waren unvergessliche Momente für mich. Danke, dass Bayer und PTA-Forum mir dies ermöglicht haben.«

Jetzt, nachdem alle Szenen gedreht wurden, wird der Film geschnitten und vertont. Den Film gibt es Ende August. /