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Selbstmedikation bei PMS

Die Last mit den Tagen vor den Tagen

Zur Behandlung des PMS erscheint die Tagesdosis von 100 mg sinnvoll. Bei längerfristiger Einnahme von mehr als 50 mg können Nebenwirkungen auftreten, die sich in peripheren sensorischen Störungen (Paraesthesien) äußern. Auch die Gabe bestimmter Nahrungsergänzungsmittel scheint die Beschwerden bei manchen Frauen zu verbessern. So zeigte eine Untersuchung mit 120 Frauen aus dem Jahr 2011, dass die Frauen, die eine Mixtur aus Vitamin E und essenziellen Fettsäuren (Gamma-Linolensäure, Ölsäure, Linolsäure) in Tablettenform zu sich nahmen, nach drei und nach sechs Monaten signifikant weniger Symptome feststellten als die Frauen der Placebogruppe.

Weitere Ansätze

Die verschiedenen Behandlungsansätze lassen erahnen, dass das Prämen­struelle Syndrom eine komplexe Erkrankung ist, für die es keine Standardtherapie gibt. Auch nichtmedikamentöse Maßnahmen können die Symptome des PMS lindern. Hierzu gehören:

  • regelmäßiger Ausdauersport, mehrmals die Woche mindestens 30 Minu­ten wie Walking, Rad Fahren, Schwimmen,
  • viel frische Luft, eventuell in Verbindung mit den sportlichen Tätigkeiten,
  • Vermeidung beziehungsweise Reduktion von Stress,
  • Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training, progressive Muskelentspannung,
  • ausgewogene Ernährung mit ausreichend Flüssigkeit, viel Vollkornprodukten, Obst, Gemüse und essenziellen Fettsäuren,
  • Verzicht auf Substanzen, die die Symptomatik individuell verschlimmern wie Kaffee, Alkohol, Nicotin und/oder Süßigkeiten,
  • ausreichend Schlaf,
  • regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus

 

Je nach Stärke der Beschwerden werden darüber hinaus zur Behandlung des PMS auch einige verschreibungspflichtige Substanzen beispielsweise selek­tive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs), Gonadotropin-Releasing-Hormon(GnRh)-Analoga oder Ovula­tionshemmer eingesetzt. /