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Neurodermitis

Erholung für gestresste Haut

26.05.2014  16:25 Uhr

Von Inga Richter / Wenn die Haut juckt, sich schuppt und nässt, ist die Diagnose relativ leicht. Trotz typischer Symptome sind die Ursachen der Neurodermitis allerdings nicht vollständig geklärt. Die auslösenden Faktoren variieren stark von Patient zu Patient. Bislang können Behandlungen lediglich die Symptome lindern, niemals heilen. Doch neue, teils sehr einfache Therapieansätze versprechen langfristige Linderung.

Die Ursache der Neurodermitis liegt im Immunsystem, genauer, in einer Überproduktion von Immunglobulin E (IgE). IgE-Antikörper sind normalerweise dafür verantwortlich, beim Eindringen von Krankheitserregern eine gewisse Menge Histamin auszuschütten. Histamin erweitert die Blutgefäße und macht sie durchlässiger für die großen Immunzellen. Allerdings fördert Histamin auch Entzündungen, eigentlich gedacht als wichtiger Abwehrmechanismus gegen Pathogene. Doch bei Atopikern wie den an Neurodermitis Erkrankten reagiert das Immunsystem selbst auf harmlose Substanzen über das Maß hinaus. In der Folge sorgt der ständige Überschuss an Histamin für die dauerhaften Entzündungen.

»In etwa 70 Prozent der Fälle sind Säuglinge und Kleinkinder von Neu­rodermitis betroffen«, sagt Professor Dr. Kristian Reich, Leiter des Dermatologikum Hamburg gegenüber PTA-Forum. Bei etwa einem Drittel würden die Symptome bis zur Pubertät verschwinden, informiert ein Merkblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), sich bei den anderen allerdings in Richtung Heuschnupfen oder Asthma verschieben.

Im Erwachsenenalter wären 70 Prozent der anfänglich Betroffenen beschwerdefrei – zumindest was die Neurodermitis betrifft. Diese Zahlen spiegeln nicht die Pein der betroffenen Kinder wider, ihrer Eltern und der Menschen, die als Erwachsene mit gestresster Haut leben müssen. Laut Thomas Schwennesen, Vorsitzender des Deutschen Neurodermitis Bundes e. V. (DNB), sind das in Deutschland 5 Prozent der Bevölkerung, also etwa vier Millionen Menschen.

Eine Erkrankung mit vielen Namen: Ob Neurodermitis, Atopische Dermatitis, ob Atopisches oder endogenes Ekzem, gemeint ist stets die chronische, nichtansteckende Entzündung der Haut, mit den Leitsymptomen Trockenheit und Juckreiz. Atopie, (griech. für: »nicht zuzuordnen«) ist die angeborene Neigung, dass Haut und/oder Schleimhäute auf verschiedene Reize entzündlich reagieren und sich daraus bestimmte Erkrankungen entwickeln. »Neben der Neurodermitis sind das allergischer Heuschnupfen und allergisches Asthma«, so Reich. Eine Atopie sei nicht zu verwechseln mit einer Allergie. Allergie sei ein vager Überbegriff für die Überreaktion des Immunsystems. Die Unterscheidung fällt dennoch oft schwer. Zumal die meisten Atopiker Allergien entwickeln und beide Erkrankungen mit einer krankhaft erhöhten Bildung von IgE-Antikörpern einhergehen. IgE-Antikörper sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems, doch nicht dafür zuständig, Birkenpollen oder Kot von Hausstaubmilben zu bekämpfen.

Vorbeugende Maßnahmen

  • Besser Duschen als Baden, nicht zu lange, nicht zu heiß. Heißes Wasser lässt die Haut aufquellen und macht sie anfälliger für den Angriff von Bakterien und/oder Pilzen,
  • Möglichst weite Kleidung aus Baumwolle oder Leinen tragen,
  • Neue Kleidungsstücke zunächst mehrmals waschen, gründlich ausspülen,
  • Fingernägel von Kindern immer kurz schneiden, um Hautinfektionen durch Kratzen zu verhindern,
  • Überwärmung vermeiden

Äußere Provokationsfaktoren vermeiden, wie

  • Tierhaare: keine Haustiere, keine Kleidung aus Schafswolle, Lammfell oder von Pelztieren,
  • Pollen: Pollenschutzgitter an die Fenster bringen, vor dem Schlafengehen die Haare waschen, getragene Kleidung aus dem Schlafzimmer räumen, gewaschene Kleidungsstücke nicht im Freien trocknen, Urlaub am Meer oder im Gebirge machen, mit feuchtem Lappen Staub wischen,
  • Hausstaub: keine Teppichböden, Möbel regelmäßig mit feuchtem Lappen abwischen.

Quelle: BzgA

»Wir sprechen von Provokationsfaktoren, die eine Auslösung begünstigen«, sagt Professor Uwe Gieler, Leiter der Neurodermitis-Akademie Hessen an der Universitätsklinik in Giessen. Neben Pollen und Hausstaub können beispielsweise Tierhaare oder bestimmte Nahrungsmittel einen neuen Schub auslösen. Direkter Kontakt mit gewissen Kleidungsstücken irritiert die Haut ebenfalls, zu enge und einschnürende Bekleidung, kratzende Wolle oder schweißtreibendes Synthetikmaterial.

Die Folgen der überschäumenden Immunantwort machen den Patienten schwer zu schaffen. So juckt die Haut beispielsweise unerträglich. Nicht nur Babys kratzen unwillkürlich. Doch die Kleinen können nicht wissen, dass sie dadurch das Jucken verstärken und die verletzte Haut anfälliger für Infektionen wird. Viele Eltern wachen nachts am Bett, um das Kind zu beruhigen und abzulenken von dem Juckreiz. Das Schlafdefizit stresst das Baby, aber auch die schlaflosen Eltern, was das Baby wiederum spürt. Am Tage folgt die Suche nach jeweiligen Auslösern, nach lindernden Maßnahmen, nach kompetenten Ärzten.

Abgesehen von dem peinigenden Jucken, schuppt die Haut und nässt, ist entzündet, daher rot, manchmal verdickt. »Ekzeme treten typischerweise im Gesicht, in Körperbeugen, an Armen und Beinen auf«, so Reich, also gut sichtbar. Mancher Mitschüler, Arbeitskollege, Kunde reagiert mit Unverständnis. Manche sprechen den Vorwurf mangelnder Körperhygiene offen aus oder äußern ihn zumindest in ihren Blicken, wie auch die Angst vor Ansteckung oder gar Ekel. Andersherum jedoch interpretieren die Erkrankten ganz normale Blicke oftmals falsch. Wer ständig auf seine Haut achtet, meint, andere würden das auch tun. Die Erkrankten trauen sich nicht in den Sportverein, geschweige denn in Badeanstalten. Schlimmstenfalls führt dies alles in die soziale Isolation. Sichtbare Veränderungen der Haut ziehen oft Angststörungen nach sich oder Depressionen. Andersherum fördern psychische Stresssituationen den Verlauf oder gar den Ausbruch von Haut­erkrankungen.

»Bei Menschen, die erst spät eine Neurodermitis entwickeln, hört man stets Stress-Vorgeschichten«, sagt Schwennesen gegenüber PTA-Forum. Familientragödien, Todesfälle, Scheidung, Stress muss allerdings nicht zwangsläufig existenzieller Natur sein, Stress ist stets ein subjektives Empfinden. Kleinkinder ärgern sich über ein Verbot der Mutter, Schulkinder sorgen sich um die Schulnote, Erwachsene sind angespannt, weil der Chef zu viel verlangt. Manchmal reicht eine kleine Aufregung und der nächste Schub folgt umgehend. Spezielle Schulungsprogramme helfen dabei, mit der Krankheit zu leben. Sie werden inzwischen vielerorts angeboten. Wie entspanne ich in Stresssituationen? Wie gehe ich mit Konflikten um? Betroffene oder deren Angehörige lernen unter professioneller Anleitung, wie sie Auslöser vermeiden, die Haut richtig pflegen, wie sie die Kratz-Juckreiz-Kaskade bewältigen und ihren Mitmenschen die Krankheit erklären können. Viele Studien belegen, dass diese Schulungen die Erkrankung langfristig bessern. Seelenzustand und Immunsystem stehen über komplizierte Signalwege in direkter Verbindung. Die wachsenden Erkenntnisse haben sogar einen eigenen medizinischen Zweig hervorgebracht: die Psychodermatologie.

Des Weiteren sind die Gene mitschuldig: In sieben von zehn Fällen erbt das Kind die Atopie von den Eltern. Ist Vater oder Mutter betroffen, erhöht sich das Erkrankungsrisiko der Kinder um 40, sind beide Eltern Atopiker um 67 Prozent. Ausschließliches Stillen der Kinder in den ersten vier bis sechs Monaten kann das Risiko erheblich reduzieren, so die BzgA.

Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge, tritt die Atopische Dermatitis heutzutage bis zu sechsmal häufiger auf als noch Mitte des 20. Jahrhunderts. Was führt die körpereigene Abwehr heutzutage soviel mehr in die Irre als früher? Hypothesen gibt es viele, schlüssige Beweise kaum. Möglicherweise ist das Immunsystem überfordert durch ständig neue Umweltschadstoffe und Lebensmittelzusätze?

Die Hygienehypothese

Auch eine Unterforderung der Abwehr ziehen manche Forscher in Betracht. In Entwicklungsländern, wo die Menschen von Parasiten und vielfältigen Erregern geplagt werden, leben kaum Allergiker oder Atopiker. In den westlichen Industrieländern aber fehlen derartige Infektionen. Es wäre denkbar, dass sich die unterbeschäftigten Immunzellen nun auf harmlosere Eiweiße stürzen. Ähnlich argumentiert David Strachan in seiner Hygienehypothese aus dem Jahr 1989. Als der britische Wissenschaftler das Auftreten von Heuschnupfen unter 17 414 Briten verglich, die in derselben Woche im März 1958 zur Welt gekommen waren, fand er folgenden Zusammenhang: Diejenigen, die in kleinen Familien aufwuchsen, erkrankten häufiger an Heuschnupfen als diejenigen mit mehreren Geschwistern. Viele Geschwister, folgerte Strachan, bedeutet häufigeren Kontakt mir Krankheitserregern und in der Folge weniger Allergien und Atopien. »Wir leben viel zu sauber«, meint auch Reich. Vergleiche zwischen Bürgern der ehemaligen DDR und denen in Westdeutschland untermauern diese Theorie. »In der DDR gab es kaum Atopien«, berichtet Reich. Die Kinder besuchten schon früh Kindertagesstätten und waren dementsprechend früh mit Mikroben aller Art konfrontiert. »Jetzt aber wachsen Kinder in kleinen sauberen Wohnungen auf«, so Reich. Viele sitzen vor dem Fernseher, statt auf dem Spielplatz herumzutollen, Infektionen behandeln Eltern sofort mit Antibiotika, Mütter putzen mit antibakteriellen Mitteln. In der Folge spielt vielleicht manche körpereigene Abwehr verrückt, sobald das Kind die heimische Wohnung verlässt. Dann stuft das Immunsystem möglicherweise selbst harmlose Partikel als fremd ein und greift diese mit allen Mitteln an. Das menschliche Immunsystem braucht vermutlich das Training durch regelmäßige Infektionen, wie das Herz-Kreislaufsystem vom Ausdauersport profitiert und das Gehirn von Denksportaufgaben. »Impfungen«, sagt Reich, »sind ein hervorragender Stimulus für das Immunsystem.«

Es bleibt bislang nicht viel mehr, als »an den Symptomen herumzudoktern«, wie Schwennesen meint. Die Behandlung stützt sich auf zwei Fundamente: Wichtig ist, die jeweiligen Provokationsfaktoren herauszufinden und zu meiden. Das zweite Fundament bildet eine schonende Basispflege der Haut (siehe Kasten) sowie je nach Befund antiallergische, antientzündliche und infektionshemmende Salben und Cremes. »Kinder sind auf diese Weise meist gut behandelbar«, so Reich. »Für erwachsene Neurodermitiker haben wir nur begrenzte Möglichkeiten.« Cortison oder Ciclosporin legen das Immunsystem lahm – auf Dauer keine guten Optionen.

Recht neu sind Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Vitamin D und Atopischer Dermatitis. Wissenschaftler um D. G. Peroni von der Universität Verona fanden bei Kindern mit schwerem Krankheitsverlauf wesentlich weniger Vitamin D im Blut als bei nur mäßig Betroffenen. In weiteren Studien verringerte die Gabe von Vitamin D den Schweregrad der Erkrankung. Der Warschauer Dermatologe und Allergologe Zbigniew Samochocki fasste die Ergebnisse seiner Studie mit den Worten zusammen: »Die Supplementierung von Vitamin D verbessert die klinischen Anzeichen der Erkrankung erheblich und kann als sichere, gut verträgliche Form der Therapie angesehen werden.«

Behandlung

Grundsätzlich:

  • Nässende Haut – feuchte Anwendungen
  • Trockene Haut – rückfettende Salben, Badeöle
  • Überwärmte Haut–Lotios oder Cremes
  • Im Sommer leichtere Grundlagen
  • im Winter fettere Salben
  • Neue Produkte 2 bis 3 Tage kleinflächig testen

Äußerlich:

  • Antibiotika bei der Besiedlung der Haut mit Bakterien,
  • Antimykotika bei der Besiedlung der Haut mit Pilzen,
  • Glucocorticoide (Cortison) Salben oder Cremes bei einem akuten Schub,
  • Rückfettende Duschgele als Öl-in-Wasser-Emulsionen, Ölbäder, pH-neutrale Syndets, Cremes mit Harnstoff (Urea), alles ohne Duft- und Konservierungsstoffe,
  • Lokal wirksame Immun- suppressiva: Tacrolimus und Pimecrolimus

Innerlich:

  • Antihistaminika gegen den Juckreiz,
  • In schweren Fällen Cortison als Tabletten oder Ciclosporin


Quelle: Universitätsklinikum Hamburg Ependorf

Vitamin E und IgE-Spiegel

Forscher um Evridiki Tsoureli-Nikita hingegen sind überzeugt: »Vitamin E könnte eine exzellente Therapieoption für Atopische Ekzeme darstellen.« Durch seine antioxidativen Eigenschaften verringert das Vitamin Entzündungen. Die Wissenschaftler der Universität Siena verglichen den Effekt von Vitamin E auf das Ausmaß des Ekzems mit Placebo. 50 Neurodermitiker erhielten acht Monate lang täglich 400 I.E. Vitamin E. Bei 23 Teilnehmern der Behandlungsgruppe besserte sich der Hautzustand erheblich, sieben waren gar völlig beschwerdefrei. Bei vier Teilnehmern trat eine Verschlechterung ein – im Vergleich zu 36 Probanden in der Placebogruppe. Die beachtliche Besserung unter Vitamin E führten die Forscher auf eine Senkung des IgE-Spiegels im Blut um 62 Prozent zurück. Neurodermitiker, die in der Apotheke nach Vitamin D und E fragen, brauchen Beratung. Denn beide Vitamine sind fettlöslich und können sich im Körper anreichern. Überdosierungen nach dem Motto »viel hilft viel« könnten gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.

Reich setzt Hoffnungen auf zwei neue Ansätze. Einerseits sind das therapeutische Antikörper, die auf die Neurodermitis zugeschnitten, aber noch nicht zugelassen sind. Die Selektive IgE-Immunabsorption werde in Hamburg bereits durchgeführt. »In mehreren Etappen wird Blut entnommen und durch einen speziellen Filter geleitet, der die IgE-Moleküle bindet«, erläutert Reich. Das gereinigte Blut führe man dem Körper wieder zu. Langfristig werde sogar das IgE in der Haut entzogen. Die Krankenkassen bezahlen die Therapie bei erwachsenen Patienten mit hohen IgE-Werten, denen herkömmliche Therapien nicht ausreichend halfen. »Bei über der Hälfte der Patienten scheint die Verbesserung langfristig zu sein«, so Reich.

»UV-Therapien spielen bei Neurodermitis eine untergeordnete Rolle«, erläutert Reich. Hitze und Schwitzen wirkten sich eher ungünstig aus. Allenfalls die Behandlung mit längerwelligem UV-A1-Licht (340–400 nm) würde diskutiert, da dieses tiefer in die Hautschichten eindringt und stärker entzündungshemmend wirkt. UV-Licht birgt allerdings die Gefahr von Hautkrebs, sollte daher nur begrenzt angewandt werden und bei Kindern schon gar nicht.

»Blaulicht ist frei von einem nennenswerten Anteil an ultravioletter Strahlung«, sagt Jan Hendrik Wilkens, der Erfinder der sogenannten Lichtimpfung. Ein Krebsrisiko oder andere ebenfalls schwerwiegende Nebenwirkungen wären bei gepulstem Blaulicht (400-500 nm) nicht zu befürchten, sodass auch Kleinkinder und Säuglinge mit dem behandelbar wären. »Bei drei von vier Patienten tritt eine 80-prozentige Besserung der Symptomatik ein«, so Wilkens.

Detlef Becker, Oberarzt an der Haut­klinik der Gutenberg-Universität Mainz, bekräftigt die Aussagen von Wilkens: »Wer die Patienten nicht gesehen hat, kann natürlich zweifeln.« Etwa 75 Prozent der austherapierten Patienten mit juckender und nässender Haut gehe es nach der Behandlung gut. Spätestens dann, so Becker, gäbe es keine Zweifel mehr.

Der Dermatologe hatte 2011 eine Anwendungsbeobachtung mit 36 Patienten durchgeführt. Noch nach einem halben Jahr konnte er eine über 50-prozentige Abnahme des Entzündungsscores (EASI) verzeichnen. Im Gegensatz zur UV-Bestrahlung nahmen die relevanten Immunzellen nicht ab, sondern zu.

Umfangreiche Studie

»Der Begriff Lichtimpfung kam deshalb auf, weil das Immunsystem scheinbar noch lange nach den Behandlungszyklen entzündete Immunzellen erkennt und bekämpft«, berichtet Wilkens. Wissenschaftlich anerkannt ist das Verfahren noch nicht. Eine großangelegte Studie durch die Deutsche Dermatologische Gesellschaft ist jedoch derzeit in Arbeit.

Derartige Behandlungen müssen die Patienten meist selbst bezahlen. Je nach Fläche der zu bestrahlenden Haut, nach Anzahl der notwendigen Behandlungen und nach den anfallenden Fahrtkosten betragen die Ausgaben knapp 1000 bis mehrere Tausend Euro. Für eine Aufnahme in den Leistungs­katalog fordern die Krankenkassen stets wissenschaftlich untermauerte Studien.

Kostenerstattung nur bei Kindern

»Selbst die notwendige Basispflege wird nur für Kinder bis zwölf Jahren erstattet«, klagt Schwennesen. Ein Neurodermitiker aber gebe bei täglicher, therapeutischer Hautpflege im Durchschnitt 100 Euro pro Monat aus. Seiner Meinung nach sind fehlende Studien nur ein Vorwand der Krankenkassen. Aber solange man sich nicht solidarisiere und niemand etwas sage, meint Schwennesen, »läuft das doch perfekt für die Kostenträger.« /

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