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Streit um neuen Bundesrahmentarifvertrag

26.05.2014  16:25 Uhr

Von Sigrid Joachimsthaler / Im Tarifstreit um den Abschluss eines neuen Bundesrahmentarifvertrages bewegt sich der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) keinen Zentimeter.

Die Arbeitgeber deuten zwar Gesprächsbereitschaft an, lehnen aber gleichzeitig echte Verhandlungen über den zentralen Konfliktpunkt einer besseren Bezahlung im Nacht- und Notdienst ab. »Sollten Sie also bereit sein, auf diese Forderungen zu verzichten, sind wir gern zu weiteren Gesprächen und einem Abschluss bereit«, so die Vertreter des ADA.

Dazu die ADEXA-Vorsitzenden Barbara Neusetzer und Tanja Kratt: »Der ADA wird seiner Rolle als Verhandlungspartei nicht gerecht und verschleppt seit Monaten den längst fälligen Abschluss!«

Ein kurzer Rückblick: Die Arbeitgeber hatten den Rahmentarifvertrag selbst zu Ende 2013 gekündigt. Bereits im Spätsommer 2013 hatte ADEXA Verhandlungstermine für das laufende Jahr vorgeschlagen. Der ADA zögerte. Es folgte lediglich eine Zusage für ein Gespräch – keine Verhandlung! – im November 2013. Danach zogen wiederum mehrere Monate ins Land, bis der ADA schließlich zu Verhandlungen im März 2014 bereit war. Diese scheiterten allerdings an der kompletten Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite.

»Es geht nicht nur um die Notdienstvergütung, sondern auch um andere Verhandlungsinhalte, die seither auf Eis liegen«, so die Leiterin der Tarifkommission von ADEXA, Tanja Kratt. »Von überzogenen Forderungen kann im Übrigen nicht die Rede sein, denn es liegt in der Natur von Verhandlungen, dass Tarifparteien ihre Forderungen auf hohem Niveau formulieren.«

ADEXA, als Vertretung der Apothekenmitarbeiter, legt selbstverständlich größten Wert darauf, dass für die Arbeitsverhältnisse ein solides und aktuelles Tarifgerüst vorhanden ist. Dass dies zurzeit nicht der Fall ist, ist allein der Arbeitgeberseite zuzurechnen. /

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