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Blutdruck senken zur Schlaganfall-Prophylaxe

25.04.2016  09:34 Uhr

Von Verena Arzbach / Mehr als 130 000 Schlaganfälle pro Jahr könnten in Deutschland durch Vermeidung und Kontrolle von Risikofaktoren wie Bluthochdruck verhindert werden. Der bundesweite »Tag gegen den Schlaganfall« der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe am 10. Mai steht daher in diesem Jahr unter dem Motto »Stopp den Schlaganfall – mit Nachdruck gegen Hochdruck!«

Bluthochdruck ist der am weitesten verbreitete Risikofaktor für einen Schlaganfall. 20 bis 30 Millionen Menschen leiden Schätzungen zufolge in Deutschland daran. Hypertonie-Patienten haben dabei ein mindestens vierfach erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, heißt es in einer Presse­meldung der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Grund dafür ist insbesondere die Arteriosklerose als eine der Folgen des Bluthochdrucks.

Viele Hypertonie-Patienten seien trotz Medikamenten nicht gut eingestellt, heißt es weiter in der Meldung. Oft liegen bei ihnen neben dem Hochdruck weitere Erkrankungen und Risikofaktoren vor. Diese Patienten erhalten mehrere Medikamente, sind aber mit der regelmäßigen Einnahme der verschiedenen Präparate häufig überfordert.

Umso wichtiger ist laut der Stiftung eine gute Aufklärung und Vorbeugung. Der Blutdruck werde zu 60 bis 70 Prozent durch den Lebensstil bestimmt, verdeutlicht Dr. Bettina Begerow, Präventionsexpertin der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. »Es gibt sehr wirksame Möglichkeiten der sanften Blutdrucksenkung. Ganz vorne steht die regelmäßige Bewegung. Wer viermal die Woche für mindestens eine halbe Stunde Sport treibt, kann seinen Blutdruck um bis zu 15 mmHg senken.« Eine zweite, wichtige Empfehlung sei die salzarme Ernährung. Wer selbst kocht und weitgehend auf Fertigprodukte und konservierten Aufschnitt verzichte, könne den Salzkonsum deutlich reduzieren.

Weitere Daten und Fakten rund um den Schlaganfall gibt es im Interportal der Stiftung unter www.schlaganfall-hilfe.de. /