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Kaffee senkt Blutzucker- und Harnsäurespiegel

25.04.2016  09:34 Uhr

Von Annette Immel-Sehr / Kaffee verbessert offenbar die Insulinresistenz und tut daher besonders Diabetikern gut. Diese Beobachtung haben Wissenschaftler schon vor längerer Zeit gemacht. 

Eine neue Studie aus Kanada zeigt nun, dass der nach dem Genuss von Kaffee bei Diabetikern nicht nur mit niedrigeren Blutzuckerspiegeln, sondern auch mit niedrigeren Harn­säure­spiegeln einhergeht, meldet die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie in ihren medizinischen Kurznachrichten.

Sind Blutzucker und Harnsäure im Blut erhöht, steigt bei Typ-2-Diabetikern das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Nierenschäden. Möglicherweise trägt die Reduzierung der Harnsäurespiegel durch regelmäßiges Kaffeetrinken zur Verbesserung der Insulinsensitivität bei.

In der mehr als 16 Jahre laufenden kanadischen Studie wurden 143 gesunde Kaffeetrinker mit 77 gesunden Personen verglichen, die keinen Kaffee tranken. Außerdem wurden 48 kaffeetrinkende Diabetes-Patienten mit 42 Diabetikern verglichen, die keinen Kaffee tranken. Die Kaffeetrinker beider Gruppen nahmen täglich drei bis vier Tassen Kaffee zu sich. Nach 16 Jahren regelmäßigem Kaffeegenuss waren die Harnsäurespiegel bei den Kaffeetrinkern signifikant niedriger als bei den Nicht-Kaffeetrinkern, sowohl bei Gesunden als auch bei Diabetikern. Die Nüchtern-Blutzuckerspiegel unterschieden sich bei den Normalpersonen kaum, egal ob Kaffeetrinker oder nicht. Ganz anders die Situation bei den Diabetikern: Hier hatten die Kaffee­trinker deutlich niedrigere Nüchtern-Blutzuckerspiegel als die Nicht-Kaffeetrinker. /