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Jod macht fruchtbar

23.04.2018
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Ein Jodmangel bei Frauen könnte einer aktuellen Studie zufolge die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen. Das berichten US-amerikanische Wissenschaftler der National Institutes of Health im Fachjournal »Human Reproduction«.

Für die Untersuchung werteten die Forscher Daten von 501 Frauen aus, die seit zwei Monaten nicht mehr ver­hüteten­, um schwanger zu werden. Die Probandinnen bestimmten mithilfe eines Fruchtbarkeitsmonitors ihre frucht­baren Tage, und am Tag der erwarteten Menstruation überprüften sie mit einem Schwangerschaftstest, ob eine Schwangerschaft eingetreten war. Zu Beginn der Studie waren bereits Urinproben für die Jodanalyse gesammelt worden.

Laut der Auswertung zeigten insgesamt 44,3 Prozent der Frauen einen Jodmangel. Bei Frauen, bei denen weniger­ als 50 µg Jod pro Gramm Kreatinin gemessen wurde – was als mäßiger bis schwerer Jodmangel angesehen wird –, lag die Fruchtbarkeit 46 Prozent niedriger als bei Frauen mit Jod-Leveln im Normalbereich. Für Frauen, die schon längere Zeit versuchen, schwanger zu werden, könnte es also sinnvoll sein, den eigenen Jod-Status beim Arzt überprüfen zu lassen. Die Beziehung von Jod-Versorgung und Furchtbarkeit müsse nun weiter untersucht werden, schreiben die Studienautoren.

Ein Jodmangel kommt in den USA ebenso wie in Deutschland häufig vor. Die Deutsche Gesellschaft für Er­nährung­ empfiehlt Erwachsenen im gebärfähigen Alter eine tägliche Zufuhr von 200 µg Jod. (va)