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Andere Risikofaktoren für Vorhofflimmern

09.05.2016  10:58 Uhr

Von Annette van Gessel / Männer leiden häufiger an Vorhofflimmern als Frauen. Das bestätigte auch die Langzeitstudie FINRISK mit 38 333 Teilnehmern: Innerhalb der Studiendauer von maximal 28 Jahren trat Vorhofflimmern bei 8,1 Prozent der Männer, aber nur bei 5,5, Prozent der Frauen auf. 

Der Unterschied ist nicht überraschend, denn die Ausgangsuntersuchung hatte bei den Männern mehr Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen und ein ungünstigeres Lipidprofil ergeben. Aktuell mehren sich die Hinweise auf signifikante Geschlechterunterschiede bezüglich der HDL- und LDL-Cholesterol-Werte.

Anlässlich der Jahres­tagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie stellte Privat­dozentin Dr. Renate Schnabel vom Universitären Herzzentrum Hamburg neue Daten vor. Sie analysierte die Gutenberg Gesundheitsstudie mit mehr als 15 000 Teilnehmern. Ein Ergebnis: Bei Frauen ging ein um durchschnittlich 3,4 mg/dl niedriger HDL-Cholesterol-Wert mit Herzrhythmus­störungen einher, bei Männern ein um durchschnittlich 8,1 mg/dl niedrigeres LDL-Cholesterol.

Aus diesen Ergebnissen könnten sich neue Erkenntnisse zur unterschiedlichen Entstehung der Herzrhythmusstörungen bei Männern und Frauen sowie verschiedene geschlechts­spezifische Präventions­strategien ergeben, folgert Schnabel. /

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