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Rezept-Quiz Teil III

09.05.2017
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Von Isabel Weinert / T-Rezepte liefern die Fragen für den dritten Teil des Rezept-Quiz. Das T-Rezept dient der Verschreibung von Medikamenten, die die Arzneistoffe Lenalidomid, Pomalidomid oder Thalidomid enthalten. Diese dürfen nur verordnet und abgegeben werden, wenn Arzt und Apotheker besondere Auflagen einhalten.

Warum bedarf es für die oben genannten Substanzen eines eigenen Rezeptformulars?

  • Sie dürfen nur an eine genau definierte Altersgruppe abgegeben werden.
  • Sie sind stark fruchtschädigend.
  • Sie wirken speziell auf die Prostata des Mannes kanzerogen.

Wie viele Medikamente dürfen auf einem T-Rezept verordnet werden?

  • Maximal drei
  • Maximal zwei
  • Maximal eines

Aus wie vielen Teilen besteht das T-Rezept?

  • Es handelt sich um ein Formular.
  • Es handelt sich um einen zweifachen Belegsatz.
  • Es besteht aus drei Teilen.

Auf einem T-Rezept darf/dürfen verordnet werden:

  • mehrere Packungen eines Arzneimittels, wobei die Höchstmenge begrenzt ist.
  • ein Arzneimittel in verschiedenen Wirkstoffstärken.
  • der Bedarf eines Arzneimittels für die nächsten 45 Tage.

T-Rezepte weisen unter anderem folgende Besonderheit auf:

  • Sie sind an Personen gebunden.
  • Sie sind an Apotheken gebunden.
  • Sie dürfen nur in der Stadt eingelöst werden, in der auch der verordnende Arzt seine Praxis hat.

Die Durchschläge der T-Rezepte müssen ...

  • monatlich von der Apotheke an das BfArM geschickt werden.
  • wöchentlich von der Apotheke an das BfArM geschickt werden.
  • alle zwei Monate von der Apotheke an das BfArM geschickt werden.

Wie lange ist ein T-Rezept gültig?

  • Bis zu 5 Tage nach dem Verschreibungsdatum
  • Bis zu 7 Tage nach dem Verschreibungsdatum
  • Bis zu 6 Tage nach dem Verschreibungsdatum

Arzneimittel, die auf T-Rezepten verordnet werden, dürfen ...

  • in begründeten Ausnahmefällen versendet werden.
  • generell versendet werden.
  • nicht versendet werden.

Alles richtig?

1b) Die drei Wirkstoffe sind stark fruchtschädigend. Das führte in den 1960er-Jahren zum sogenannten Contergan-Skandal. Unter diesem Handelsnamen war der Wirkstoff Thalidomid 1957 als vermeintlich harmloses Schlafmittel auf den Markt gekommen. In den Jahren 1960 und 1961 wurden in den Kliniken der Bundesrepublik zunehmend Babys mit verstümmelten Gliedmaßen geboren. Bleibende Nervenschädigungen, Fehlbildungen an den Ohren und inneren Organen komplettierten das bis dahin unbekannte Krankheitsbild. Ende 1961 nahm der Hersteller das Medikament vom Markt. Die Erkenntnis: Thalidomid greift massiv in den Wachstumsprozess von Embryos in der frühen Schwangerschaft ein. Heute kommen Thalidomid und Verwandte unter anderem zur Behandlung des Multiplen Myeloms zum Einsatz.

2c) Es darf nur ein Lenalidomid-, Pomalidomid- oder Thalidomid-haltiges Arzneimittel auf einem T-Rezept verschrieben werden beziehungsweise einer der Wirkstoffe als Rezeptursubstanz.

3b) Es handelt sich um einen zweifachen Belegsatz, bestehend aus einem Deckblatt (Teil I) und einer Durchschrift (Teil II). Das Deckblatt dient der Abrechnung mit der Krankenkasse.

4a) Es darf nur ein Arzneimittel verordnet werden, davon dürfen es jedoch mehrere Packungen bis zur erlaubten Höchstmenge sein. Nicht erlaubt ist die Verschreibung eines Arzneimittels mit verschiedenen Wirkstoffstärken auf einem T-Rezept.

5a) T-Rezepte werden von einem Arzt persönlich beim BfArM angefordert und personenbezogen ausgegeben.

6b) Die Durchschriften des T-Rezeptes (Teil II) werden von den Apotheken wöchentlich an das BfArM übermittelt.

7c) Ein T-Rezept gilt bis zu 6 Tage nach dem Verschreibungsdatum und darf danach im Gegensatz zu Kassenrezepten, die nach Fristablauf noch bis zu drei Monate ab Verschreibungsdatum als Privatrezept beliefert werden dürfen, nicht mehr beliefert werden.

8c) Arzneimittel, die Lenalidomid, Thalidomid oder Pomalidomid enthalten, dürfen nicht versendet werden.