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Verschreibungspflichtige Verhütung kostenfrei

09.05.2017  11:51 Uhr

Anfang dieses Jahres startete das von Pro Familia initiierte Modellprojekt »biko – Beratung, Information und Kostenübernahme bei Verhütung«.

Es ist auf 30 Monate befristet und läuft in Erfurt/Artern, Halle an der Saale, Lübeck, Ludwigsfelde, Recklinghausen/Marl/Gladbeck, Saarbrücken, Wilhelms­haven und im Landkreis Friesland.

Danach müssen Frauen unter bestimmten Voraussetzungen Verhütungsmittel nicht mehr selbst bezahlen. Das ist der Fall, wenn sie Leistungen nach SGB II, SGB XII, § 6a BKGG beziehen, BAföG, Berufsausbildungsbeihilfen (BAB), Wohngeld oder Zahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten oder ihr Einkommen unter der Armutsgrenze liegt.

Um von dem Projekt zu profitieren, vereinbaren Frauen, auf die eines der genannten Kriterien zutrifft, zunächst telefonisch einen Termin bei Pro Familia. Zu diesem müssen sie ihren Personalausweis oder eine Meldebestätigung mitbringen sowie ein Rezept oder einen Kostenvoranschlag der Arztpraxis und den Leistungs- beziehungsweise Einkommensnachweis. Mit der Zusage der Kostenübernahme erhalten die Frauen ihr verschreibungspflichtiges Verhütungsmittel kostenfrei in der Apotheke. Diese muss zwar zunächst in Vorlage treten, erhält den Betrag mit Rechnungsstellung dann jedoch von Pro Familia erstattet. (iw)

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