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Kneifen statt kratzen

08.05.2018  12:27 Uhr

Wenn die Haut juckt, verschafft Kratzen zunächst Erleichterung. Bei Neurodermitis beginnt damit jedoch ein Teufels­kreis: Kratzen verletzt die Haut, macht sie empfindlicher und verstärkt den Juckreiz.

 

Wie der Allergie­informationsdienst berichtete, haben schwedische Forscher nun untersucht, ob ein alternatives Verhalten statt Kratzen den Hautzustand beeinflusst. An der randomisierten Studie nahmen 39 Kinder mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis teil. 

Während die Kinder der Kontroll­gruppe täglich nur Steroidcreme erhielten, übten die Kinder der Interventionsgruppe außerdem eine alternative Verhaltensweise ein. Statt zu kratzen, sollten sie zunächst 30 Sekunden lang die Fäuste ballen und dann die juckende Stelle leicht kneifen und den Fingernagel hinein­pressen. Dies schädigt die Haut nicht, lindert aber den Juckreiz.

 

Das Ergebnis: Drei Wochen später hatte sich der Hautzustand der Kinder in der Interventionsgruppe erheblich verbessert. In der Kontrollgruppe besserte er sich zwar auch, aber weniger ausgeprägt. Auch nach acht Wochen blieb der Hautzustand in der Interventionsgruppe unverändert gut, während er sich bei den »Kratz-Kindern« wieder verschlechtert hatte. (ais)

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