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PTA-Ausbildung

Berufsverband fordert Gespräche

28.10.2010  15:30 Uhr

PTA-Ausbildung

Berufsverband fordert Gespräche

BVpta / Unmittelbar vor dem Deutschen Apothekertag in München hatte der Bundesverband der Pharmazeutisch-Technischen AssistentInnen (BVpta) die Bundesapothekerkammer (BAK) zu Gesprächen über die PTA-Ausbildung aufgefordert. Gleichzeitig appellierte die Berufsvertretung der PTA an die BAK, den Verband bei der anstehenden Novellierung der Apothekenbetriebsordnung stärker in die Diskussionen einzubinden.

»Wir haben zur Kenntnis genommen, dass die BAK gemeinsam mit der Apothekengewerkschaft Adexa die Ausbildung der Pharmazeutisch Kaufmännischen Angestellten (PKA) reformieren will. Das ist sicher richtig und begrüßenswert«, erklärte die BVpta-Vorsitzende Sabine Pfeiffer. Auch die Veränderung des Berufs der Apothekenhel­ferin hin zu mehr kaufmännischen Tätigkeiten erfordere die Neuausrichtung der Ausbildung. »Ein ähnliches Engagement würden wir uns jetzt von der BAK auch für die Novellierung der PTA-Ausbildung wünschen«, so Pfeiffer weiter

 

Seit der Einführung des PTA-Berufes vor 40 Jahren hat sich das Berufsbild massiv verändert. Heute geben PTA in Apotheken rund 80 Prozent aller Arzneimittel ab – inklusive einer fachkundigen Beratung. Dieser Tatsache werde die Ausbildung schon lange nicht mehr gerecht. Pfeiffer verwies in diesem Zusammenhang auf ein Gutachten, das der Kieler Sozialrechtler Professor Dr. Gerhard Igl in diesem Jahr im Auftrag der medizinischen und pharmazeutischen Assistenzberufe erarbeitet hat. Auch Igl kommt zu dem Ergebnis, dass bei der PTA-Ausbildung erheblicher Reformbedarf besteht. Andernfalls sei zu befürchten, dass sich immer weniger junge Menschen für diesen Beruf entscheiden – mit den entsprechenden negativen Konsequenzen für die Apotheke und die Arzneimittelversorgung.

 

»Ohne PTA wäre eine verantwortungsvolle und ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung der Bevölkerung nicht mehr möglich«, so Pfeiffer. »Wir erwarten daher von den Apothekern, dass sie den geänderten beruflichen Realitäten endlich Rechnung tragen und schnellstmöglich gemeinsam mit uns daran arbeiten, die PTA-Ausbildung zukunftsfähig zu gestalten.« / 

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