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Grundschüler sind keine Sportmuffel

18.05.2018  16:13 Uhr

Berliner Grundschüler sind keine Stubenhocker, und sie haben mehr Lust auf Sport als auf Smartphone und Playstation. Das berichten Forscher um Professor Dr. Jochen Zinner von der Hochschule für Gesundheit & Sport, Technik & Kunst in Berlin. In einer Studie mit 30 000 Drittklässlern haben sie seit 2011 die Einstellung der Kinder zum Sport dokumentiert.

Die Auswertung der Daten für das zurückliegende Schuljahr 2016/17 mit 6078 Kindern zeigt: Die Drittklässler sind in 76 Prozent der Fälle normalgewichtig, bewegen sich gerne, können gut rückwärts balancieren und benennen zu 71 Prozent den Sport als wichtigstes Hobby. 

Mehr als 90 Prozent der Grundschüler freuen sich auf den Sportunterricht in der Schule, 78 Prozent würden gerne mehr Sport treiben. Im Verein treiben 41 Prozent Sport und 21 Prozent sind überdurchschnittlich fit.

Auch wenn jeder Dritte der im Schnitt Achtjährigen bereits einen eigenen Computer, ein eigenes Handy oder einen eigenen Fernseher benutze, sind sie nicht am liebsten am Computer, sondern spielen zu 90 Prozent gerne im Freien und wollen sich auch bewegen.

Allerdings: Jeder fünfte Drittklässler war nicht fit und jeder elfte schon stark übergewichtig. Nur 20 Prozent dieser adipösen Kinder treiben Sport im Verein. Die Forscher appellieren an ver­einte gesellschaftliche Anstrengungen, damit sich diese Werte nicht weiter verschlechtern. (ew)