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Nachholbedarf bei Masern-Impfung

18.05.2018
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Der derzeit hierzulande registrierte leichte Anstieg der Masernimpfungen reicht nicht aus, um die gesamte Be­völkerung vollständig gegen eine der häufigsten Infektionskrankheiten der Welt zu schützen. 

Im Jahr 2017 wurden 2 Millionen Impfdosen von Apotheken an Ärzte zur Impfung ihrer kleinen und großen Patienten abgegeben, registrierte das Deutsche Arzneiprüfungs­institut. Das ist zwar mehr als im Jahr 2016 (1,9 Millionen Impfdosen), aber weniger als im Jahr 2015 (2,3 Millionen Impfdosen).

Die Durchimpfungsrate bezüglich Masern ist nicht nur in ärmeren Teilen der Welt, sondern auch in Deutschland längst noch nicht ausreichend und muss deshalb weiter erhöht werden, teil die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mit. »Lokale Masernausbrüche entfalten offenbar meist nur eine kurzfristige positive Wirkung auf die Impfbe­reitschaft. Unser aller Ziel muss es jedoch sein, eine dauerhaft hohe Impfquote in allen Altersgruppen zu erreichen. Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit«, wird Mathias Arnold, ABDA-Vizepräsident zitiert.

Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) werden Kinder insgesamt zweimal – je einmal im Alter von 11 bis 14 Monaten und im Alter von 15 bis 23 Monaten – gegen Masern geimpft. Bei unklarem Impfstatus wird Erwachsenen ab 18 Jahren, die nach 1970 geboren wurden, eine einmalige Impfung empfohlen. Sofern mindestens 95 Prozent der Bevölkerung über eine ausreichende Immu­nität gegen die Masern verfügen und damit ein Herdenschutz ausgebildet wird, gelten Masern als eliminiert. (ABDA)