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Rauchen schadet der Fruchtbarkeit

06.06.2016
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Von Annette Immel-Sehr / Frauen mit Kinderwunsch sollten Tabakrauch meiden. Denn sowohl aktives als auch passives Rauchen senkt die Chance, schwanger zu werden. Darauf weisen die Lungenärzte des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) hin und berufen sich auf eine US-Studie mit mehr als 93 000 Teilnehmerinnen.

»Die Inhaltsstoffe des Tabakrauches gelangen über die Blutbahn auch zu den Eierstöcken und können dort die Entwicklung der Eizellen, das Heranreifen der Follikel und die Bildung von Hormonen negativ beein­flussen. Auch die Wanderung einer befruchteten Eizelle und deren Einnistung in die Gebärmutter können gestört werden«, warnt Dr. Andreas Hellmann, Vorsitzender des BdP und Pneumologe in Augsburg.

In der Studie hatte jede sechste Frau angegeben, trotz intensiver Bemühungen und fehlender Hinweise auf eine Unfruchtbarkeit ihres Partners über zwölf Monate hinweg nicht schwanger geworden zu sein. Die Fertilitäts­störungen waren umso häufiger, je früher die Frauen mit dem Rauchen begonnen hatten und je mehr Zigaretten sie jeden Tag rauchten. Aber auch Passivrauchen senkte die Fruchtbarkeit: 18 Prozent der Frauen, die in der Kindheit mindestens zehn Jahre mit einem stark rauchenden Elternteil zusammen­gelebt hatten oder später mindestens zehn Jahre mit einem starken Raucher lebten oder arbeiteten, hatten häufiger Probleme mit der Fruchtbarkeit. /