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Digitalisierung

Deutsches Internet- Institut entsteht in Berlin

01.06.2017
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Von Ev Tebroke / Berlin wird Sitz des Deutschen Internet-Instituts. Wie Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) mitteilte, hat ein Konsortium aus fünf Hochschulen und zwei außer­universitären Forschungseinrichtungen aus Berlin und Brandenburg den Zuschlag für die Gründung erhalten.

Damit hat sich das Konzept im zweistufigen Wettbewerbsverfahren gegen vier weitere Konsortien durchgesetzt und die international besetzte Expertenjury unter Vorsitz von Professor Viktor Mayer-Schönberger vom Oxford Internet-Institut überzeugt. Das künftige »Internet-Institut für die vernetzte Gesellschaft«, das laut Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die ethischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte von Internet und Digitalisierung erforschen soll, soll noch in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen. Dafür stellt ihm das BMBF in den ersten fünf Jahren Fördermittel in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung. Die Direktorenstellen des Instituts werden international ausgeschrieben. Die Entscheidung einer Institutsgründung basiert auf dem Koalitionsvertrag und der Agenda 2014–2017 der Bundesregierung.

»Das Deutsche Internet-Institut wird unabhängig und interdisziplinär die Digitalisierung und ihre Auswirkungen für uns Menschen in den Blick nehmen und in ihrer ganzen Komplexität erforschen«, sagte Wanka. Mit seiner Gründung schaffe das BMBF nicht nur einen neuen Leuchtturm in der deutschen Forschungslandschaft, sondern zugleich eine Einrichtung, die ihre Erkenntnisse an Gesellschaft, Wirtschaft und Politik weitergebe.

Das Gewinnerkonsortium, bestehend aus Freier Universität Berlin, ­Humboldt-Universität zu Berlin, Technischer Universität Berlin, Universität der Künste Berlin, Universität Potsdam, Fraunhofer-FOKUS und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung als Koordinator, will nach eigenen Angaben die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen der Gesellschaft besser verstehen und entsprechende politische und wirtschaft­liche Handlungsoptionen aufzeigen. Darüber hinaus soll das Institut die entsprechen­de Forschungslandschaft vernetzen und wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Gebiet fördern. /