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Mit Anti-Stress-Programm gegen Krebs

22.12.2008  10:48 Uhr

Mit Anti-Stress-Programm gegen Krebs

PTA-Forum / Sind Meditation oder Entspannungsübungen sinnvolle Möglichkeiten, Krebs unter Kontrolle zu halten? Diese Frage interessierte Professorin Dr. Barbara Anderson vom Department für Psychologie sowie Department für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Ohio State University in Columbus und ihre Kollegen.

Sie betreuten ein Jahr lang 227 Frauern, die sich von einer Brustkrebsoperation erholten und eine Chemotherapie erhielten. Mit der Unterstützung der Wissenschaftler lernte die Hälfte der Frauen, stressige Tätigkeiten zu beenden oder zu delegieren, sich gesund zu ernähren, regelmäßig zu entspannen und zu meditieren. Das Ergebnis: Die Frauen, die an dem Anti-Stress-Programm teilgenommen hatten, überlebten länger. Auch lag die Zahl der Rezidive deutlich unter der der Kontrollgruppe. Andersons Team berichtet im englischen Wissenschaftsmagazin New Scientist, dass innerhalb einer Periode von etwa 11 Jahren bei 24 Prozent der Frauen, die stressreduziert gelebt hatten, erneut ein Tumor festgestellt wurde, in der Vergleichsgruppe waren es 29 Prozent. 

Berücksichtigten die Wissenschaftler noch weitere Faktoren, die das Risiko eines Rezidivs beeinflussen wie Alter und Schweregrad der Krebserkrankung, errechnete Andersons Team, dass ihr Anti-Stress-Programm das Risiko, einen Rückfall zu erleiden, um 45 Prozent und das Risiko zu sterben um 55 Prozent reduzierte. Diese Zahlen bestätigten Ergebnisse bei Tieren, dass ein ständiger hoher Spiegel an Stresshormonen die Immunabwehr schwächt und die Verbreitung von Krebs befördert, so Anderson.

Quelle: New Scientist