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Beugt Kaiserschnitt Inkontinenz vor?

18.08.2014
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Von Annette van Gessel / Immer mehr Schwangere entscheiden sich für einen Kaiserschnitt. Viele fürchten sich vor der Geburt und vor starken Schmerzen. Mitunter spielt auch die Angst vor Inkontinenz eine Rolle, berichtet das Infozentrum Inkontinenz.

Denn das Gerücht, viele Frauen litten nach einer spontanen, also natürlichen, Geburt unter Blasenschwäche, hält sich hartnäckig. Fachärzte warnen allerdings davor, aus solchen Gründen einen Kaiserschnitt machen zu lassen. Der Kaiserschnitt ist eine Operation mit allen damit verbundenen Risiken. Sie sollte dem Notfall vorbehalten bleiben und nicht zum Normalfall werden.

Unbestritten wird der Beckenboden während der Schwangerschaft und Geburt stark belastet. Eine Blasenschwäche kann die Folge sein. Experten schätzen: Rund jede fünfte Frau hat nach der Geburt Beschwerden. Diese sind allerdings vorübergehender Natur. In fast allen Fällen bessern sich die Probleme schon innerhalb der ersten Wochen nach der Geburt erheblich, wenn nicht ganz. Da sie normalerweise in der Zeit des Wochenflusses ungewollt Urin verlieren, tragen die meisten Frauen ohnehin Binden und bemerken mitunter die Inkontinenz nicht einmal.

Blasenschwäche nach der Geburt ist aber kein unabwendbares Schicksal. Durch systematisches Beckenbodentraining können Frauen gezielt vorbeugen. Hebammen schulen werdende Mütter in der Regel bereits in den Geburtsvorbereitungskursen. Aber auch nach der Geburt ist es nicht zu spät, mit dem Beckenbodentraining anzufangen. Es ist immer sinnvoll, ein ganzes Leben lang. Bleibt der ungewollte Urinverlust auch Wochen nach der Geburt ein Problem, sollten sich die Frauen nicht scheuen, ihren Arzt zu konsultieren. Es gibt Hilfen – und sie werden mit dem Problem nicht allein gelassen.

Quelle: Infozentrum Inkontinenz