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Tiergestützte Therapie

Haustiere helfen heilen

19.06.2017
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Von Elke Wolf / Das Kaninchen auf der Reha­station, der Hund im Krankenhaus, das Pony beim therapeutischen Reiten: Tiere spielen bei der Bewältigung des Älterwerdens und der Behandlung besonders von psychiatrischen und neurologischen Krankheiten eine zunehmende Rolle. Denn sie erreichen, was mit bloßen Worten nicht gelingt.

Der Patient sitzt im Rollstuhl, die gesamte linke Körperhälfte ist gelähmt. Den Kopf nach links zu drehen, ist so gut wie nicht möglich. Auch Schreiben und Reden fällt schwer. Nach einem Schlaganfall ist nichts mehr wie es war. Der Patient leidet an einer speziellen Aufmerksamkeits­störung, am sogenannten Neglect, der bei vielen Patienten nach einem Schlaganfall auftritt. Obwohl die Patienten normal sehen, blendet ihr Gehirn eine Hälfte des Blickfeldes praktisch aus. Betroffene Körperpartien und der umgebende Raum werden dann nicht mehr wahrgenommen. Wurde durch den Schlaganfall die rechte Gehirnhälfte geschädigt, ist davon die linke Körperseite betroffen. Denn sie ist für die andere Seite zuständig – und umgekehrt.

Der Kopf hängt schief. Und auch gutes Zureden der Krankenschwester oder der Ärztin ändern daran nichts. Doch als Dr. Stefanie Böttger, Neuropsychologin am Klinikum Harlaching des Städtischen Klinikums München, ein Kaninchen auf die vernachlässigte Seite setzt, reagiert der Patient durch den ausgelösten Reiz spontan, richtet seinen Blick in diese Richtung und ­versucht, nach dem Tier zu greifen. Das Kaninchen schafft also, was mit ­bloßen Worten nicht gelingen mag.

Was ein bisschen wie Wundermedizin anmutet, hat einen (patho)physiolo­gischen Hintergrund, den die Neuro­logen rund um Böttger an der Münchener Klinik seit 2003 konsequent ­erforschen. Seit diesem Zeitpunkt sind dort Heimtiere – wie Hunde, Vögel, Katzen oder Kaninchen im wissenschaft­lichen Kontext genannt werden – ein wichtiger Baustein in der neuro­logischen Frührehabilitation nach Schlaganfall, nach Schädel-Hirn-Verletzungen und Hirnhautentzündungen. Sie helfen also in einer Phase, in der das Gehirn trotz geschädigter Nervenzellareale noch in der Lage ist, sich anzupassen und Ausfälle zu kompensieren. Eine Fähigkeit, die als Neuroplastizität bezeichnet wird. Der Erfolg­ des Trainings hängt prinzipiell stark davon ab, wie gut die Patienten mitarbeiten. Deshalb versuchen die Thera­peuten, die Patienten immer wieder zu motivieren. »Die Bereiche für Moti­vation und Aufmerksamkeit sind im Gehirn eng miteinander verzahnt«, erklärt Böttger.

Hierin liegt das Erfolgsgeheimnis der tiergestützten Therapie. Tiere ziehen mehr Aufmerksamkeit auf sich als jeder menschliche Therapeut. »Auf Tiere­ reagieren wir spontaner, reflexhaft. Das ist evolutionär bedingt«, weiß Böttger. »Bereits vor rund zehn Jahren haben wir in Tests nachgewiesen, dass schwerkranke Patienten auf die Tiere wesentlich besser reagieren als zum Beispiel auf Computerspiele, die eigens zur Aktivierung der Patienten ent­wick­elt wurden.« Mithilfe der funktionellen Magnet­­re­sonanztomografie konnte eine deut­liche Steigerung der Hirnaktivität in den Bereichen nachgewiesen werden, die für Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Motivation und positive Gefühle zuständig ist (MRT-Bild Seite 15). »Über den emotio­nalen Kontext wird die Motivation geweckt. Erst dadurch ist es möglich, Funktionstraining anzuknüpfen. Emo­tion und Funktion: Das ist der Schlüssel der Tiertherapie«, erläutert die Neuropsychologin.

Emotion vor Funktion

In diesem emotionaleren Rahmen können standardisierte Therapiesitzungen durchgeführt werden. »Der Umgang mit Tieren, genauso wie mit Musik, wirkt entspannend und aktivierend zugleich, es entsteht sozusagen eine Art »entspannte Konzentration«, weiß Böttger. Körperkontakt, Wärme, Herzschlag, Atmung, Geruch, Laute und das Aussehen eines Tieres aktivierten die Wahrnehmung mit allen Sinnen.

Überdies können die Klinik­kaninchen, -hunde und Co. gerade im funktionalen Bereich viel bewegen. »Unsere dementen wie auch Schlag­anfallpatienten lernen, die Tiere richtig zu halten und dabei gezielt zu greifen. Beim Spielen und Pflegen wird die ­Koordination und Feinmotorik gestärkt«, nennt Böttger die Vorzüge der Tiertherapie. Mit der einen Hand im flauschigen Kaninchenfell kann die andere Hand wieder koordinierter schreiben. »Mit dem Streicheln eines Kaninchens oder eines Hundes kann man Bewegungen anbahnen und diese immer wieder wiederholen«, informiert die Expertin. ­Repetitives Üben nennt man diesen Therapieansatz, bei dem sich bestimmte Abläufe durch ständiges Wiederholen ins Gehirn eingraben.

Wissenschaftliches Testat

Wissenschaftlich erforscht wird der Einfluss von Tieren auf Gesundheit und Wohlbefinden seit den 1970er-Jahren. Zwar haben im Laufe der vergangenen 20 Jahre Praxisprojekte und wissenschaftliche Studien zum Thema im deutschsprachigen Raum an Bedeutung gewonnen. Doch nach wie vor hinkt die wissenschaft­liche Auf­arbeitung des Themas der ­Entwicklung in der Praxis hinterher. Das Wissenschaftlerteam in Harlaching bildet hier eine rühmliche Ausnahme.

Es gibt nicht viele gute Studien zum Heilungspotenzial von Vier- und Zweibeinern. Allerdings werden es immer mehr. Ihr Manko: Die Untersuchungs­ergebnisse sind nicht ohne Weiteres auf andere Situationen übertragbar. Oft sind die Teilnehmerzahlen recht klein, oder es fehlt eine Kontrollgruppe. Den wenigsten Studien liegt ein sauberes Forschungsdesign zugrunde.

Dennoch: Forschungseinrichtungen, Ministerien und führende Institutionen der deutschen Altenhilfe, wie das Kuratorium Deutsche Altershilfe, sprechen sich eindeutig für Tiere selbst auf statio­nären Einrichtungen aus. Tiere spielen in der Bewältigung des Älterwerdens und in der Behandlung besonders von psychiatrischen und neuro­logischen Krankheiten eine zu­neh­mende Rolle, also interessanterweise bei Menschen, die in der Welt der Sprache nicht so gut zurechtkommen, wie Menschen mit Autismus, Behinderungen oder Demenz. Hier vermögen Tiere mit einer Sprache ohne Worte Einfluss auf körperliche und geistige Gebrechen zu nehmen. Derzeit werden in Deutschland laut der Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Robert-Koch-Insti­tut, drei Formen von Tierkontakten als alternativmedizinische Be­hand­lungsverfahren praktiziert:

  • Gäste auf Zeit: Beim »Besuchsdienst« kommen die Tiere, die normalerweise in privaten Haushalten leben, mit ihrem Halter stundenweise zu Besuch in die entsprechende Einrichtung, wie etwa einem Pflegeheim. Diese Art des Tierkontakts gehört zu den sogenannten tiergestützten Aktivitäten (AAA = animal assisted activities) und soll Abwechslung in das Leben der Bewohner bringen, ohne dass die Einrichtung Verantwortung für die Haltung übernehmen muss.
  • Streichelzoo für betagte Patienten: Die Tiere werden direkt in der Einrichtung gehalten und vom Personal versorgt, zum Beispiel als Stationskatze in einer psychiatrischen Klinik. Immer mehr Altenheime erlauben ihren Bewohnern, mit ihrem Liebling einzu­ziehen, egal ob gefiedert, geschuppt oder vierbeinig. Eine Variante stellen Tierbegegnungshäuser dar, bei denen sich auf dem Gelände der Einrichtung entsprechend ausgestattete Ställe befinden. Heimbewohner können die Tiere besuchen, allein oder mit ihren Pflegern und Therapeuten. Ein wichtiger Nebeneffekt: Die Enkel der Bewohner oder Kinder aus der Nachbarschaft kommen angelockt durch die Tiere öfter­ zu Besuch. Die Tiergehege stehen meist auch Schul- und Kita-Gruppen offen. So haben die Senioren und Kranken­ wesentlich mehr Kontakt zu jungen Leuten. Das steckt hinter dem Schlagwort »Tiere als soziale Katalysatoren«.
  • Eisbrecher: Bei der tiergestützten Therapie (animal assisted therapy = AAT) ist im Gegensatz zu den AAA ein professionelles Therapiekonzept mit entsprechender Dokumentation gefordert. So wie etwa die Kaninchen in München Harlaching bei Schlaganfallpatienten als Co-Therapeuten eingesetzt werden. Bei der Hippotherapie trainieren Menschen mit Behinderungen auf einem geschulten Pferd ihren Gleichgewichtssinn und ihr Selbst­bewusstsein. Und auch Hunde können gelegentlich in der Ergotherapie eine Türöffner-Funktion übernehmen.

Tiere in Seniorenheimen

Der Verein »Tiere helfen Menschen« bietet auf seiner Homepage (www.thmev.de) eine Liste von Heimen im gesamten Bundesgebiet, die Tierbesuche und/oder eigene Tierhaltung erlauben. Stichwort »Tiere in Heimen«.

Wastl als Türöffner

Waren es lange Zeit nur die Kaninchen Anabell, Marie oder Flöckchen, die in München auf Station gingen, sorgt seit Mai dieses Jahres das siebenjährige Dackel­männchen Wastl unter an­gepassten Hygienevoraussetzungen für tierisch gute Momente auf Station. So hilft er etwa in ergotherapeutischen Sitzungen, da man einem Hund gegenüber keine Scham empfindet, wenn es schwerfällt, sich mit Worten auszu­drücken.

Tiere nehmen den Menschen so an, wie er ist und urteilen nicht, ob er alt, behindert, gebrechlich oder vergesslich ist. Tieren kann man sich nähern, ohne Angst, stigmatisiert zu ­werden, wenn man zum Beispiel nach einem Schlaganfall im Rollstuhl sitzt.

Übrigens fährt auch der Therapie­dackel mitunter mit einem kleinen Wägel­chen durch die Krankenhaus­flure. Dies unterstützt ihn nach einer Bandscheiben-Operation beim Laufen. Böttger glaubt, dass sich dieses vermeintliche Handicap doppelt positiv für die Patienten auswirkt. »Er strahlt trotz seines Hunderollstuhls eine Vitalität aus und signalisiert: Selbst wenn ich Hilfe brauche, ist das Leben schön. Und wenn wir diese Freude sehen, löst dies das gleiche Gefühl bei uns aus.« Auch dieser Beobachtung liegen physiologische Begebenheiten zugrunde. Möglich machen das sogenannte Spiegel­neuronen im menschlichen Gehirn, die wie eine Art Resonanzkörper funktionieren und den Eindruck vermitteln, man hätte das Gesehene selbst erlebt, erklärt die Neuropsychologin.

Therapie, die bewegt

Eine tiergestützte Therapie, die sich vorwiegend des körperlichen Handicaps des Patienten annimmt, ist die Hippotherapie, also das Arbeiten mit Pferden. Sie stärkt die Rumpfmusku­latur und inspiriert das Nervensystem. Sie kann deshalb Menschen mit Bewegungsstörungen zu mehr Bewegungsfreiheit verhelfen. Sie ist eine spezielle Form der Krankengymnastik auf neurophysiologischer Grundlage, indiziert bei Menschen mit Bewegungsstör­ungen, sei es in Zusammenhang mit einer Zerebralparese, spastischen Lähmun­gen, Multiplen Sklerose, nach Schädel-Hirn-Traumen oder infolge einer degenerativen Nervenerkrankung wie Morbus Parkinson oder nach Schlaganfällen.

Daneben wird sogenanntes Therapeutisches Reiten angeboten, das eher die Psyche anspricht, so das Kuratorium für Therapeutisches Reiten. Zum Therapeutischen Reiten gehört auch das Heilpädagogische Reiten und Voltigieren. Hier werden unter pädagogischen und psychologischen Gesichtspunkten Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten und anderen sozialen Problemen gefördert.

Während der Hippo-Therapiestunde, in der das speziell ausgebildete Pferd immer in der Gangart Schritt läuft, führt der Betroffene sein Tier nicht selbst. Das macht ein Pferdeführer am Langzügel. Die Anweisungen kommen von einem Physiotherapeuten, der eine Zusatzqualifikation für Hippotherapie erworben hat.

Die Therapie fußt auf der dreidimensionalen, diagonal verlaufenden Bewegung des schreitenden Pferdes. Das Tier überträgt auf den Rumpf des meist aufrecht sitzenden Patienten etwa 90 bis 110 Schwingungsimpulse pro Minute, die fast identisch mit dem Bewegungsablauf des Gehens eines Erwachsenen sind. Auf diese müssen die geschädigten Muskelgruppen im Rumpf reagieren. Das stimuliert und stärkt sie und vermittelt weitere Signale an das Nervensystem. Anders als bei der klassischen krankengymnastischen Behandlung, bei der sich höchstens zwei Ebenen gleichzeitig stimulieren lassen, schwingt der Körper der Patienten hier dreidimensional mit, und zwar vorwärts/rückwärts, aufwärts/abwärts und links/rechts. Das regt den Körper des Betroffenen an, ohne dass er bewusst etwas dafür tun muss, sich aus eigener Kraft im Gleichgewicht zu halten.

Durch Tempo-, Richtungs- und Lagewechsel des sich rhythmisch bewegenden Pferdes lassen sich außerdem Bewegungsängste im Raum abbauen und das Raum-Lage-Bewusstsein verbessern, so die Theorie. Nicht un­relevant, wenn man bedenkt, dass viele Betroffene Schwierigkeiten haben, einen­ bestimmten Punkt zu fixieren, oder ihre Umwelt schwankend erleben. Körperhaltung und Bewegung müssen auf dem Pferd ständig ausbalanciert, dosiert und an die jeweilige Situation angepasst werden. So können halb­seitig gelähmte Menschen ein neues Gefühl für ihre Körpermitte ent­wickeln. Zugleich werden Muskelspannungen positiv beeinflusst.

Erfahrungen zeigen, dass die Therapie­erfolge im Kindesalter am größten sind. Vermutlich findet der Körper, der noch im Wachstum ist, leichter Wege, seine Funktionsfähigkeit neu zu erschaffen. Doch es gibt auch Veröffentlichungen, die Erwachsenen mit Multipler Sklerose oder Schlaganfall Mut machen. Danach konnten einige Probanden nach der Therapie wieder längere Strecken gehen, einen spastischen Arm wieder einsetzen oder besser sitzen.

Und dennoch: Für Deutschland hat das Bundesministerium für Gesundheit 2006 verfügt, dass ein therapeutischer Nutzen für die Hippotherapie nicht nachgewiesen ist und sie deshalb als nicht verordnungsfähiges Heilmittel zu führen ist.

Gewinn für Senioren

Der positive Einfluss, den Tiere auf Seele­ und Gesundheit haben, hat sich herumgesprochen. Immer mehr Senioreneinrichtungen gehen dazu über, selbst Tiere zu halten, Tierbesuchsdienste zu organisieren oder den Mit­arbeitern das Mitbringen von Haus­tieren zu gestatten. Und manche Kliniken in Deutschland, wie etwa das Kranken­haus in Harlaching, verfügen über spezielle Tierbesuchszimmer, in denen Patienten stundenweise in einem­ separaten Raum von ihrem Haustier besucht werden können. 79 Prozent aller befragten Heimleiter von Senioreneinrichtungen begrüßen laut einer Umfrage des Instituts für soziale Infrastruktur die Integration von Tieren in den Heimalltag.

Als ein Klassiker unter den Studien über alte Menschen und Tiere gilt das Wellensittich-Experiment: 100 Probanden in 37 Altenheimen bekamen einen Wellensittich. Als Vergleichsgruppe dienten 100 Senioren ohne ein Tier. Während bei den Senioren ohne Sittich 75 Prozent Einsamkeitsgefühle erlebten, waren das bei den Vogelbesitzern nach dem achtwöchigen Zusammen­leben nur 5 Prozent. Kein einziger Teilnehmer wollte das Tier nach Ablauf der Studie wieder hergeben. Alle hielten ihr Tier für ein Glück, weil es von Schmerzen und Einsamkeit ablenkte, weil es zum Reden und Lachen anregte, weil es Fürsorge und Zärtlichkeit erlaubte, weil es Bedürfnisse wach hielt, die im Alter gewöhnlich allmählich verkümmerten, und weil es den grauen Heim-Alltag aufhellen konnte. Man war wieder gefordert, und es entwickelte sich mit steigender Zufriedenheit ein neuer Sinnbezug für das eigene Leben.

Andere Studien berichten darüber, dass Heimtiere mithelfen können, alter­s­­bedingte Beeinträchtigungen und Krankheiten hinauszuschieben. So zeigt eine Studie des Bundes­forschungs­ministeriums mit 2400 Men­schen, dass ältere Menschen, die ein Haustier be­sitzen, seltener zum Arzt gehen als Menschen ohne Tier. Die Zahl der Arztbesuche lag bei Menschen ohne Haustiere innerhalb der fünf Jahre Beobachtungszeit um fast 20 Prozent höher als bei denen mit Tieren. Eine andere Untersuchung weist Einsparungen an Arzneimittelkosten aus, die umgerechnet bei 4 Euro pro Tag und Person liegen. Untersucht wurden dabei Alten- und Pflegeheime, in denen Tiere gehalten werden. Eine Anmerkung: Prinzipiell kann nicht ganz ausgeschlossen werden, dass Menschen, die gesünder sind oder sich stärker fühlen, eher ein Tier anschaffen als schwer Erkran­kte oder Beeinträchtigte. Dennoch: »Tiere binden den alten Menschen ans Leben«, fasst der emeritierte Gerontologe Professor Dr. Erhard Olbrich­, Universität Erlangen, zusammen.

Auch organische Zusammenhänge tun sich auf: Vor allem das Herz-Kreislauf-System profitiert. Ein Tier hält den älteren Menschen in Bewegung. Das aktiviert und stabilisiert zugleich. Ein Spaziergang mit dem Hund an der frischen Luft ist ein vitaler Gewinn, das Spiel mit der Katze oder auch das Bücken­ zum Futternapf eines Tieres hält beweglich. Das Beob­achten von Tieren, Streicheln und Körperkontakt unterstützen den Abbau von Aggressionen und helfen bei der Stressbewältigung. Die Stressverminderung ist messbar in Form eines niedrigeren mittleren Blutdrucks und eines niedrigeren Cortisolspiegels im Vergleich zu Menschen unter ähnlichen Lebensumständen ohne Tierkontakt. Das ist vielfach­ belegt. /