PTA-Forum online

An Zeckenschutz denken

04.07.2016  13:34 Uhr

Von Annette van Gessel / Vor Outdoor- Urlauben sollten sich Reisende über das aktuelle Übertragungsrisiko von FSME an ihrem Reiseziel informieren. In Europa ist das Infektionsrisiko in den Bal­tischen Staaten, Slowenien und der Tschechischen Republik am höchsten, informiert das CRM Centrum für Reisemedizin in einer Mitteilung.

Dort erkranken jährlich jeweils mehrere hundert Menschen. Die Experten empfehlen daher Reisenden in Endemiegebiete die Impfung. Zu den Risikoregionen in Deutschland gehören außer Bayern und Baden-Württemberg Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Auch in Regionen in Österreich, der Schweiz sowie Asien sei das Risiko hoch, so das CRM.

Zudem sollten sich Reisende sorgfältig vor Zecken schützen, weil es gegen Lyme-Borreliose keinen Impfstoff gibt. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr 60 000 bis 100 000 Menschen neu. Guten Schutz bieten lange Hosen, geschlossene Schuhe und Zecken-Repellents. Das CRM empfiehlt, nach dem Ausflug die Kontrolle nicht zu vergessen, besonders den Bereich hinter den Ohren Kniekehlen, Achseln, Schambereich, Bauchnabel und -falten gründlich abzusuchen.

Festgesaugte Zecken sollten möglichst schnell entfernt werden, am besten mit einer Pinzette, noch besser mit einer Zeckenzange. Diese sollte dicht über der Haut angesetzt und die Zecke am Kopf herausgezogen werden. Dabei sollte das Tier nicht gequetscht werden, denn dadurch kann erregerhaltiges Sekret in die Stichstelle gelangen. Rötet sich die Einstichstelle nach einem Zeckenstich, tritt Fieber, Kopfweh oder Abgeschlagenheit auf, sollte der Betroffene einen Arzt aufsuchen. /