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AMTS

»Jetzt handeln«

04.07.2016  13:34 Uhr

Von Sabine Schwarz / Das Bundesversicherungsamt als Aufsichtsbehörde der bundesweit agierenden Krankenkassen hat moniert, es gebe keine gesetzliche Grundlage für dauerhafte Einzelverträge zwischen Krankenkassen und den Apotheken, die eine gesonderte Beratungsleistung der Pharmazeuten bei chronisch kranken Menschen betreffen.

Zugelassen – und das auch erst seit Kurzem – sind nur zeitlich begrenzte Verträge oder Konstrukte, in denen die Apotheken lediglich als dritter beteiligter Partner auftauchen. »Die jüngst bekannt gewordenen Bedenken des Bundesversicherungsamtes gegenüber Verträgen zwischen Krankenkassen und Apotheken zu pharmazeutischen Dienstleistungen erfordern akut die Schaffung neuer rechtlicher Grundlagen«, erklärt dazu Sabine Pfeiffer, Bundesvorsitzende des BVpta in Saarbrücken.

»Hier besteht ein offenkundiger Widerspruch zwischen dem politische Willen und der geltenden Gesetzeslage«, so Pfeiffer. Die Förderung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS), der die vereinbarten Programme dienen, ist erklärtes Ziel der Bundesregierung. Die Notwendigkeit, Apotheken in die Maßnahmen für die Schaffung von mehr AMTS verstärkt einzubinden, sehen darüber hinaus Gesundheitspolitiker aller Bundestagsfraktionen als unverzichtbar an. Dass die Krankenkassen und die Apotheken dies ebenfalls wollen, zeigen die bereits bestehenden Verträge, die mehr pharmazeutische Dienstleistungen zum Wohle der Patienten ermöglichen. Der Berufsverband der PTA, die als pharmazeutische Mitarbeiter neben den Apothekern den Patienten ihre Arzneimittel inklusive Beratung abgeben dürfen, fordert zudem ein schnelles Handeln des Gesetzgebers.

»Müssten bereits bestehende Verträge aufgrund formaler Probleme aufgehoben werden, könnte sich das erheblich negativ auf die Aufbruchstimmung auswirken, die derzeit auch bei den gesetzlichen Krankenkassen zu erkennen ist«, so Pfeiffer. Leidtragende wären dann die Patienten. Daher kann es keine Option sein, die Angelegenheit auf die lange Bank zu schieben. »Es ist Zeit zu handeln – jetzt!« /

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