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Tipps bei schwüler Hitze

30.06.2017  09:50 Uhr

Viele Menschen leiden unter schwülen Wetterlagen mehr als unter sommerlichen Temperaturen. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) gibt Tipps für heiße Tage mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Dass eiskalte Getränke bei Hitze am besten helfen, ist ein Irrtum. »Besser erfrischen leicht gekühlte bis lauwarme Durstlöscher«, erklärt Dr. Grita Schedlbauer von der BGW.

Die Medizinerin empfiehlt Leitungs- oder Mineralwasser und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees. »Und davon bitte bei Hitze noch reichlicher trinken als sonst«, mahnt sie. »Flüssig­keitsmangel schwächt den Kreislauf. Außerdem holt man sich leicht eine Erkältung, wenn die Schleimhäute antrocknen.« Eiskalt zu duschen, ist ebenfalls keine gute Idee. Viel wirkungsvoller ist, einzelne Körperteile maßvoll zu kühlen. »Dazu kann man beispielsweise immer mal wieder kaltes Wasser über Hände und Handgelenke laufen lassen«, schlägt Schedlbauer vor.

Statt enger Kleidung, womöglich aus Kunstfasern, lässt eine lockere Garderobe aus Baumwolle oder Leinen Luft an die Haut. »Sicherheit geht allerdings vor«, gibt die Expertin zu bedenken. »An erforderlicher Schutzausrüstung geht auch bei Hitze kein Weg vorbei. Da helfen dann nur Klima­anlagen und Sonnenschutz­einrichtungen – oder das Ausweichen auf kühlere Arbeitszeiten.«

Auch Ventilatoren helfen: Indem sie die Luft in Bewegung bringen, kann die Haut mehr Feuchtigkeit abgeben. »Doch Vorsicht! Wer sich zu starkem Zug aussetzt, riskiert Erkältungen«, warnt Schedlbauer.

Wer es kann, sollte bei heißem und schwülem Wetter grö­­ß­ere Anstrengungen in die kühleren Tageszeiten verlegen. Ist das nicht möglich, lindern kurze Verschnaufpausen die Belast­ung. »Menschen mit Kreislaufproblemen legen am besten zwischendurch immer mal wieder die Beine hoch«, rät die Medizinerin. (avg)

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