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Hand-Mund-Fuß-Krankheit hat Saison

16.09.2014
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Von Annette Immel-Sehr / Jedes Jahr im Spätsommer und Herbst erkranken vor allem Kinder unter 10 Jahren gehäuft an der Hand-Mund-Fuß-Krankheit.

Besonders schwer leiden meist die Ein- bis Vierjährigen. »Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist einer der häufigsten Gründe für Bläschen und Läsionen im Mund bei kleinen Kindern. Mit Beginn der Krankheit kann das Kind Fieber bekommen, keinen Appetit haben und unter Halsschmerzen leiden.

Im Verlauf von ein bis zwei Tagen bildet sich dann ein nicht juckender Hautauschlag, vor allem auf den Handflächen und Fußsohlen aus«, beschreibt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin aus Weimar, die Anzeichen. Die Erreger aus der Gruppe der Enteroviren verbreiten sich rasch von Kind zu Kind über die Atemluft oder durch Kontakt mit dem Sekret aus bereits entstandenen Bläschen. Auch wenn Oberflächen durch Speichel oder Stuhl verunreinigt sind, ist eine Übertragung möglich. Eltern sollten ihr Kind bei Bläschen im Mund immer dem Kinderarzt vorstellen, um die Ursache abklären zu lassen. Die Therapie der Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist rein symptomatisch. »Der Arzt wird eventuell etwas zur Linderung der Mundentzündungen und des Fiebers verordnen. Er entscheidet auch, wann das Kind wieder in eine Gemeinschaftseinrichtung darf. Eltern sollten darauf achten, dass ihr Kind trotz der Schmerzen im Mundraum genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Zum Essen bieten sich Breie, Joghurt und Bananen an«, empfiehlt Niehaus. Da die Viren oft noch mehrere Wochen über den Stuhl ausgeschieden werden, ist eine konsequente Hand- und Flächendes­infektion besonders wichtig. /

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)