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Editorial

Tief durchatmen

16.09.2014
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»Da bleibt mir doch glatt die Luft weg!« Dieser Ausspruch macht deutlich, wie sehr Atmung und Psyche miteinander in Beziehung stehen. In Stresssituationen atmen wir flacher und schneller und haben den Eindruck, dass unser Herz zu rasen beginnt. Doch im Unterschied zum Herzschlag können wir die Atmung bewusst steuern, zum Beispiel langsam und tief ein- und ausatmen, um uns zu beruhigen. Wie bei vielen anderen lebenswichtigen physiologischen Prozessen machen wir uns erst dann Gedanken über ihre Bedeutung, wenn sie uns Probleme bereiten.

Welche Funktion der Lunge im Organismus zukommt und welche Arzneimittel bei den verschiedenen Lungenerkrankungen helfen, ist Thema des Titelbeitrags von Dr. Gudrun Heyn. Ein Artikel aus unserer Serie »Beratungswissen Arzneistoffe« rundet diesen Themenkomplex ab.

Apropos Beratungswissen: Dieses brauchen Sie auch immer, wenn Sie Patienten die Einnahmemodalitäten eines Medikamentes oder die Anwen­dung erklären. Zum Beispiel entscheidet über den Therapieerfolg eines Ophthalmikums auch das richtige Handling. Empfehlungen zur korrek­ten Applikation von Augenarzneien hat Apothekerin Dr. Susanne Poth in ihrem Beitrag zur Selbstmedikation von entzündlichen Augen­erkrankungen zusammen­gestellt.

Auch wenn solche Augenerkrankungen weitreichende Konsequenzen haben können, so ist das noch nichts im Vergleich zu Viren, die hämorr­hagisches Fieber auslösen. Fast täglich berichten die großen Nachrichtenagenturen über das Ausmaß der Ebola-Epidemie in West­afrika, über ständig steigende Zahlen von Infizierten und Todesfällen. Lesen Sie im Beitrag von Ulrike Viegener einige grundlegende Informa­tionen über das Virus und die aktuellen Maßnahmen, den Erkrankten zu helfen und die Epidemie einzudämmen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude und viele neue Erkenntnisse bei der Lektüre

Annette van Gessel
Apothekerin für theoretische und praktische Ausbildung