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Chronischer Schnupfen begünstigt Folgeerkrankungen

Verena Arzbach
03.07.2015  11:05 Uhr

Symptome einer chronischen Rhinosinusitis wie ständiger Schnupfen, Kopfschmerzen und Riechstörungen können die Lebensqualität von Betroffenen stark einschränken. Und auch das Risiko für Folgeerkrankungen steigt. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie in einer Pressemitteilung hin.

»Patienten mit einer chronischen Rhinosinusitis erkranken deutlich häufiger an Lungen­erkrankungen wie Asthma bronchiale und COPD. Nach internationalen Daten haben sie aber auch ein erhöhtes Risiko an Schlaganfall, Übergewicht oder einer Depression zu erkranken«, erklärt Privatdozent Dr. Achim G. Beule, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie der Universitätsmedizin Greifswald.

Mehr als 10 Prozent der Deutschen leiden den Angaben der Fachgesellschaft zufolge an der dauerhaften Entzündung der Nasenschleimhaut. Männer und Frauen seien etwa gleich häufig betroffen. Eine Häufung gibt es aber bei bestimmten Berufsgruppen. Feuerwehrleute und Flugbegleiter seien besonders gefährdet, an einer chronischen Rhinosinusitis zu erkranken, so Beule.

Patienten, die an chronischem Schnupfen leiden, sollten einen HNO-Arzt aufsuchen. Dieser kann durch eine Endoskopie der Nase verschiedene Unterformen der chronischen Rhinosinusitis unterscheiden. Zudem kann er den betroffenen Patienten beraten und eine passende, konservative Therapie einleiten, die häufig erfolgreich ist. Andernfalls kann eine Nasennebenhöhlen-Operation Linderung verschaffen. Dabei entfernt der Mediziner etwa Polypen, um die engen Nasengänge zu erweitern. /

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie