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Akupressur lindert Fatigue bei Brustkrebs

18.07.2016  11:25 Uhr

Von Verena Arzbach / Eine sechswöchige Akupressur-Behandlung kann die Symptome des Erschöpfungs-Syndroms Fatigue bei Brustkrebspatientinnen um etwa ein Drittel lindern. Das berichten Forscher um Suzanna Zick von der University of Michigan in den USA im Fachjournal »JAMA Oncology«.

Die Akupressur ist eine Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), ähnlich der Akupunktur. Es kommen jedoch keine Nadeln zum Einsatz, vielmehr werden bestimmte Punkte am Körper durch Druck mit den Fingern oder Hilfsmitteln stimuliert.

 Für ihre Untersuchung hatten die Forscher insgesamt 288 Frauen mit Brustkrebs einer von drei Gruppen zugeordnet. Die erste Gruppe wurde schulmedizinisch behandelt, die anderen beiden Gruppen testeten verschiedene Druckmassagen: eine Gruppe bekam eine entspannende Akupressur, mit der in der TCM Schlaflosigkeit behandelt wird, die andere eine anregende Akupressur, die die Energie steigern soll. Den Frauen wurde zu Beginn der Studie beigebracht, sich selbst zu massieren. Sie sollten die Technik drei Minuten pro Tag für sechs Wochen anwenden.

Beide Akupressur-Techniken konnten die Fatigue-Symptome deutlich verbessern: 66 Prozent der Patientinnen mit der entspannenden und 61 Prozent mit der stimulierenden Akupressur zeigten nach sechs Wochen Fatigue-Level, die als normal gelten. Bei der Gruppe mit Standardbehandlung traf das nur auf 31 Prozent zu. Allerdings verbesserten sich Schlaf- und Lebensqualität nur signifikant durch die entspannende Akupressur, schreiben die Studienautoren. /

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