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Schnuller-Gefahren

14.07.2017  12:09 Uhr

60 bis 80 Prozent aller Eltern beruhigen ihr Kind mit einem Schnuller. Das Nuckeln scheint das Wohlbefinden des Kindes zu erhöhen, da es das Saugen an der mütterlichen Brust imitiert.

Bei langfristigem Einsatz kann der Schnuller allerdings die Entwicklung des Gebisses beeinträchtigen. Darauf weist der Apothekerverband (LAV) Rheinland-Pfalz hin. LAV-Vorstand Andreas Hott betont: »Eltern sollten darauf achten, dass der Schnuller nicht ständig im Babymund ist.

Bei größeren Kindern, etwa im Alter von zwei bis drei Jahren, kann der Schnuller zu einer verzögerten und gestörten Sprachentwicklung führen. Die Kinder erlernen das Sprechen nicht gut und deutlich, wenn der Schnuller zwischen den Lippen klemmt.«

Zudem könnten Schnuller bei Kleinkindern ab etwa einem halben Jahr das Risiko für Mittelohr- und Magendarm-Infekte erhöhen. »Hier geht man davon aus, dass diese Infekte durch das Nuckeln hervorgerufen werden können. Darum soll gut darauf geachtet werden, dass der Schnuller so sauber wie möglich gehalten wird.« Ob Eltern den Schnuller ihres Babys ablecken sollten, etwa nachdem er runtergefallen ist, darüber gebe es geteilte Meinungen. Ihn kurz abzuspülen oder mit einem sauberen Tuch abzuwischen sei hygienischer, so Hott. (va)