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Beratungstipp

Suppe bekämpft Viren

11.10.2013  13:54 Uhr

Von Verena Arzbach / Hühnersuppe gilt schon seit Jahrhunderten als Hausmittel bei grippalen Infekten. Zahlreiche heilende und kräftigende Wirkungen werden der Suppe nachgesagt.

US-amerikanische Wissenschaftler vom Medical Center der Universität von Nebraska fanden mithilfe von in vitro-Versuchen heraus, dass eine frische Hühnersuppe tatsächlich die Symptome eines Infekts der oberen Atemwege abschwächen kann. Die Suppe wurde nach dem Rezept der Großmutter eines Forschers zubereitet.

Als Effekt fanden die Forscher in der Studie heraus, dass die Suppe die Aktivität der weißen Blutkörperchen, der neutrophilen Granulozyten, blockierte. Diese wandern im Fall einer Virusinfektion in die Schleimhäute und bekämpfen dort die eindringenden Viren. Durch die Ansammlung der Granulozyten schwellen die Schleimhäute jedoch an und es kommt zu den typischen Erkältungssymptomen wie Husten und Schnupfen. Interessanterweise beobachteten die Wissenschaftler auch bei Dosen- oder Tütensuppen die gleichen Wirkungen auf die Granulozyten; teilweise war der Effekt sogar stärker als bei der nach Großmutters Rezept gekochten Suppe. Welche Zutaten in der Suppe genau für den hemmenden Effekt auf die neutrophilen Granulozyten verantwortlich sind, konnten die Forscher nicht klären. Hühnersuppe enthält beispielsweise größere Mengen der Aminosäure Cystein, die entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute wirken soll. Die Suppe ist außerdem reich an Zink, gebunden an die Aminosäure Histidin. So soll der Mineralstoff vom Körper besonders gut aufgenommen werden. Und nicht zuletzt wirken größere Mengen Flüssigkeit schleimlösend, der Dampf befeuchtet zudem die Nasenschleimhaut und befreit die Atemwege. /