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Beratungstipp

Wickeln gegen Fieber

11.10.2013  13:54 Uhr

Von Annette Immel-Sehr / Kalte Waden­wickel sind ein leicht anzuwendendes Hausmittel, um Fieber zu senken.

Die Wirkung wird dabei auf physikalischem Weg erzeugt: Das aus dem Wickel verdunstende Wasser entzieht dem Körper Wärme. Es ist somit dasselbe Prinzip wie beim natürlichen Schwitzen. Wadenwickel wirken nicht nur fiebersenkend, sondern haben erfahrungs­gemäß auch eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung, die vor allem kranken Kindern gut tut.

So wird es gemacht: Zwei Innentücher mit handwarmem – nicht mit kaltem! – Wasser gut anfeuchten und auswringen, sodass sie nicht tropfen. Faltenfrei um beide Unterschenkel legen, Gelenke dabei frei lassen. Darüber jeweils ein trockenes Außentuch wickeln, eventuell warme Socken anziehen. Das Kind mit leichter Bettdecke zudecken. Wickel nach 10 bis 20 Minuten entfernen – je höher das Fieber, desto kürzer die Auflagezeit. Nach einer Pause von 20 Minuten erneut Wickel anlegen. Meist werden drei Durchgänge nacheinander gemacht. Wenn möglich sollte das Kind vor der Prozedur auf die Toilette gehen, damit es währenddessen nicht aufstehen muss, sondern ruhen kann. Als Innentuch für den Wickel eignen sich beispielsweise Geschirrtücher aus Leinen oder Baumwolle. Als Außentuch können Eltern kleinere Frotteetücher wie Gästehandtücher benutzen oder dem Kind lange Wollsocken eines Erwachsenen überziehen. Wadenwickel sind kontraindiziert bei ansteigendem Fieber oder Schüttelfrost; ebenso, wenn die Waden oder Füße des Kindes trotz Fieber kalt sind. /