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Täglich Frühstücken beugt Diabetes vor

08.10.2014
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Von Verena Arzbach / Frühstücken Kinder regelmäßig, verringert dies laut einer britischen Studie ihr Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Das gilt insbesondere, wenn der Kohlenhydratanteil der Mahlzeit hoch ist – wie bei einem ballaststoffreichen Müsli oder Vollkornbrot.

Wer als Erwachsener das Frühstück ausfallen lässt, wird eher übergewichtig und erkrankt häufiger an Typ-2-Diabetes. Dass dieser Zusammenhang bereits bei Kindern gilt, haben Forscher um Dr. Angela Donin von der St. George’s University of London nun in einer Untersuchung herausgefunden. Sie befragten dazu mehr als 4000 Schulkinder im Alter von neun und zehn Jahren zu ihren Frühstücksgewohnheiten und analysierten deren Blutproben.

Das morgendliche Essverhalten wirkte sich dabei deutlich auf den Zuckerstoffwechsel der Kinder aus: Diejenigen, die das Haus normalerweise ohne Frühstück verlassen, hatten höhere Blutzuckerspiegel, höhere HbA1c-Werte sowie höhere Nüchtern-Insulinspiegel als Zeichen einer größeren Insulinresistenz als die Kinder, die morgens regelmäßig frühstücken. Auch wenn andere Einflussfaktoren wie körperliche Aktivität, Adipositas und Sozialstatus berücksichtigt wurden, änderten sich die Zusammenhänge nur wenig.

Der positive Effekt war vor allem dann besonders ausgeprägt, wenn die Kinder sehr ballaststoffreich frühstückten. Sie haben demnach das geringste Risiko, an Typ 2-Diabetes zu erkranken. Denn Ballaststoffe lassen den Blutzucker nach dem Essen nur langsam ansteigen und sättigen lange. /

Quelle: PLOS Medicine