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Adexa

Gespräch über höhere Honorierung

24.07.2015  11:18 Uhr

Von Sigrid Joachimsthaler / Am 7. Juli sprachen die beiden Vorsitzenden der Apothekengewerkschaft und des Arbeitgeberverbandes Deutscher Apotheken (ADA), Barbara Neusetzer und Theo Hasse, mit Vertretern des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) über eine Erhöhung des Apothekenhonorars. Ein weiteres wichtiges Thema im BMG war die PTA-Ausbildung.

Die Erhöhung des Apothekenhonorars ist aus Sicht beider Tarifparteien notwendig, um die Existenz der inhabergeführten öffentlichen Apotheken langfristig zu sichern und dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter nicht in andere Branchen abwandern.

Im Ministerium sprachen Neusetzer und Hasse etwa anderthalb Stunden mit den Leitern der Referate »Grundsatzfragen Apothekengesetz, Pharma­berufe, Apothekenbetrieb« Hans- Georg Will sowie »Arzneimittelversorgung in der GKV« Michael Meier. Dabei machten die beiden Tarifparteien deutlich, welche Auswirkungen die stagnierende Honorierung der Apotheken für die rund 136 000 Angestellten hat. So liegen angestellte Apotheker bei den Akademikergehältern nur auf einem unbefriedigenden 17. Platz. Auch PTA und PKA schneiden gegenüber vergleichbaren Berufen schlecht ab.

Die Gehälter sind aber ein entscheidendes Kriterium dafür, ob sich Schulabsolventen für einen Apothekenberuf entscheiden. Und erfahrene Mitarbeiter sehen im Verlauf ihrer Tätigkeit, dass ihnen Unternehmen außerhalb der öffentlichen Apotheke oft deutlich günstigere Perspektiven bieten. So wie in den Pflegeberufen müsse die Politik jetzt sicherstellen, dass die flächen­deckende Arzneimittelversorgung auf einem hohen Niveau gewährleistet bleibt. Das gehe nur mit einer angemessenen, sprich steigenden Honorierung, so Neusetzer und Hasse. Spielräume sieht das BMG hier offenbar am ehesten bei der Rezeptur.

Interesse an der PTA-Ausbildung

Die Idee zu dem gemeinsamen Termin war bei der ersten Verhandlungsrunde zu einem neuen Gehaltstarif entstanden. Neben den Fragen rund um Honorare und Gehälter ging es auch um die PTA-Ausbildung. Sinkende Schülerzahlen, Schließungen etlicher PTA-Schulen, steigende Schulgelder und eine nicht mehr zeitgemäße Ausbildungsordnung – die Situation spitzt sich nicht nur in den besonders betroffenen Kammerbezirken Nordrhein, Westfalen-Lippe und Hessen zu. Signale aus der Gesundheitsministerkonferenz und dem BMG machen jetzt Mut, dass das Thema endlich eine höhere Priorität bekommt. Dauer und Qualität der PTA-Ausbildung dürfen künftig den Vergleich mit anderen Gesundheitsberufen nicht mehr scheuen. Denn die Anforderungen sind gestiegen und steigen weiter.

Mit kleinen inhaltlichen Anpassungen, wie sie die ABDA plant, ist es daher aus Sicht der Adexa-Fachgruppe PTA nicht getan. Nach dem Runden Tisch zur PTA-Ausbildung vom März setzt sich Adexa daher weiter mit anderen Interessenvertretern und Betroffenen für eine Verlängerung auf drei Jahre ein. Barbara Neusetzer: »Wir wollen beim nächsten Runden Tisch das Ministerium mit einbeziehen, damit alle Argu­mente auch dort gehört werden. Interesse daran wurde bereits bei unserem Gespräch bekundet.« /

ADEXA-Sachsentag 2015

Am 5. September findet in Freital der diesjährige Adexa-Sachsentag statt. Der Landesvorstand Sachsen lädt zu einer Besichtigung und Infoveranstaltung der Bombastus-Werke ein. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich zu arbeitsrecht­lichen Problemen auszutauschen. Nach einem kleinen Imbiss ist außerdem ein Ausflug mit der Weißeritztalbahn geplant. Dieser historische Dampfzug fährt von Freital-Hainsberg nach Dippoldiswalde.

Treffpunkt ist um 8.45 Uhr am Eingang der Bombastus-Werke AG, Wilsdruffer Str. 170,
01705 Freital.

Bitte melden Sie sich bis spätestens 27. August bei Annerose Berndt, Tel. 0371 852876, Fax 0371 8579793, rebech@gmx.de oder Dragan Pavlovic, Tel. 06043 8016290, aktive@adexa-online.de an. Auch Nichtmitglieder sind willkommen.

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