PTA-Forum online

Neue Impfregel zu Gelbfieber

02.08.2016  11:15 Uhr

Von Annette van Gessel / Am 11. Juli ist die neue Internationale Gesundheitsvorschrift der Weltgesundheitsorgani­sa­tion WHO zum Gelbfieber-Schutz in Kraft getreten: Danach hat die WHO entschieden, dass eine Auffrischungsimpfung aus medizinischen Gründen nicht notwendig ist, sondern die einmalige Gelbfieber-Impfung ein Leben lang schützt.

Doch möglicherweise setzen nicht alle Länder die neue WHO-Vorschrift zügig um, berichtet das Centrum für Reisemedizin (CRM). Wegen anhaltender und neuer Ausbrüche von Gelbfieber verschärfen einige Länder Afrikas, Mittel- und Südamerikas sowie Asiens aktuell bei der Einreise die Kontrollen des Impfnachweises. Unter anderem wird kontrolliert, ob der Reisende aus einem Land mit Gelbfieber kommt oder in einem solchen Land einen Zwischenstopp eingelegt hat, beispielsweise zum Umsteigen.

»Trotz der verbindlichen WHO-Vorgabe werden wir abwarten müssen, ob diese tatsächlich an allen Grenzen zeitnah umgesetzt wird«, betont Professor Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM. Jelinek empfiehlt daher, jeder Reisende in Länder mit Gelbfieberrisiko oder Gelbfieber-Impfpflicht sollte sich vorab über die dortigen Grenzkontrollen informieren.

Für Gelbfieber existiert internationale Meldepflicht. Es wird durch Stechmücken übertragen und heilt nach plötzlich hohem Fieber sowie eher allgemeinen Symptomen meist aus. Die Infektion kann aber auch einen dramatischen oder sogar tödlichen Verlauf nehmen, wenn Herz, Kreislauf, Leber und Nieren versagen. /