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Schockrisiko bei Impfungen gering

31.07.2017  14:21 Uhr

Die Angst vor anaphylaktischen Reaktionen im Zusammenhang mit Impfungen bei Kindern ist weitgehend unbegründet. Darauf wies der Allergieinformationsdienst kürzlich hin.

Wie Daten aus Deutschland zeigen, ist eine Anaphylaxie sehr selten. Die wissenschaftliche Arbeitsgruppe »Allergie und Impfen« der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie hat die Häufigkeit der Anaphylaxie nach Impfungen auf Basis einer deutschlandweiten Untersuchung im Zeitraum von Juni 2008 bis Mai 2010 genauer analysiert.

Dabei gab es insgesamt 22 Fallberichte von Anaphylaxie. Bei den routinemäßig durchgeführten Impfungen im Kindes- und Jugendalter traten pro Jahr etwa sieben anaphylaktische Reaktionen binnen 48 Stunden nach Impfung auf und bedurften eines Krankenhaus­aufenthaltes.

Die häufigsten Symptome waren Hautausschlag mit Rötung oder Urtikaria, Atembeschwerden, Schleimhautschwellung sowie Tachykardie und Übelkeit. Die Hälfte der Reaktionen trat etwa fünf Minuten nach Impfstoffgabe auf. Die Symptome ließen sich gut beherrschen. In allen Fällen hatten sich die Betroffenen zum Zeitpunkt der Meldung wieder vollständig erholt. (ais)