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BMI

Timing und Häufigkeit des Essens doch entscheidend

31.07.2017  14:21 Uhr

Von Katja Egermeier / Einnahmezeitpunkt und -häufigkeit von Mahlzeiten spielen bei der Gewichtsreduktion eine bedeutende Rolle. So fanden Forscher der Loma Linda University School of Public Health (LLU), Kalifornien, anhand der Essgewohnheiten von mehr als 50 000 Teilnehmern der Adventist Health ­Study-2 heraus, dass ein bis zwei Mahlzeiten pro Tag mit dem Schwerpunkt auf dem Frühstück zu einem Gewichtsverlust beitragen können. Die Studie wurde vor Kurzem in der Online-Aus­gabe des »Journal of Nutrition« veröffentlicht.

Insgesamt entdeckten die Forscher um Erstautorin Dr. Hana Kahleova vier Faktoren, die mit einer Senkung des Body-Mass-Index (BMI) verbunden waren: das Essen von nur einer oder zwei Mahlzeiten pro Tag, eine Fastendauer von bis zu 18 Stunden über Nacht, die Einnahme eines Frühstücks sowie dieses als wichtigste Mahlzeit des Tages. Zwei Faktoren sind nach Angaben der Forscher dagegen mit einem höheren BMI verbunden: mehr als drei Mahlzeiten pro Tag einzunehmen, inklusive Zwischenmahlzeiten, sowie die Hauptmahlzeit auf den Abend zu legen.

Kahleova empfiehlt daher zur BMI-Reduzierung, Frühstück und Mittag­essen mit einem Abstand von fünf bis sechs Stunden einzunehmen, das Abendessen jedoch auszulassen. Snacks sollten vermieden, das Frühstück zur wichtigsten Mahlzeit des Tages erhoben und über Nacht bis zu 18 Stunden gefastet werden.

Für Kahleova bestätigen die Studien­ergebnisse damit die alte Ernährungsregel »Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettelmann«. ­Unabhängig von Zeitpunkt und Häufigkeit der Mahlzeiten hätten jedoch alle Studienteilnehmer bis zum 60. Lebensjahr im Durchschnitt jährlich an ­Gewicht zugenommen, fügt Gary Fraser, Professor an der LLU und Koautor, hinzu. In den Jahren danach sei wiederum jährlich ein Gewichtsverlust gefolgt, so Fraser. Bei den Unter-60-Jährigen führten früher am Tag zugeführte Kalorien jedoch zu einer geringeren Gewichtszunahme. Ab einem Alter von 60 Jahren führte das gleiche Verhalten laut Fraser schließlich zu einem überdurchschnittlichen Gewichtsverlust. /