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Ernährung beeinflusst ­Asthma-Symptome

30.07.2018  15:48 Uhr

Wer sich gesund ernährt, erkrankt weniger häufig an Asthma und Asthmatiker können sogar ihre Krankheit besser kontrollieren. Zu diesem Ergebnis kam das Team um Dr. Roland Andrianasolo von Inserm-Inra und der Université Paris 13 im Fachblatt European Respiratory Journal.

Zu den gesunden Nahrungsmitteln zählten die Wissenschaftler Obst, Gemüse und Ballaststoffe. »Diese besitzen antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften und sind Bestandteile einer gesunden Ernährung, die möglicherweise Symptome verringert«, so ­Andrianasolo. Als am wenigsten gesund bewertete das Team einen hohen Anteil an Fleisch, Salz und Zucker, denn diese könnten aufgrund ihrer entzündungsfördernden ­Eigenschaften Asthma-Symptome verschlechtern.

Die Wissenschaftler werteten Daten von mehr als 34 000 erwachsenen Franzosen aus. Zwar ergab sich ein Unterschied zwischen den Geschlechtern, doch die Aussage war eindeutig: Bei Männern, die sich gesünder ­ernährten, lag die Wahrscheinlichkeit für Asthma-Symptome um 30 Prozent niedriger, bei Frauen um 20 Prozent. Bei männlichen Asthmatikern war die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Krankheitssymptome schlecht kontrollieren konnten, bei einer gesunden Ernährung um 60 Prozent reduziert, bei Frauen um 27 Prozent.

Für die Studie mussten die Teilnehmer unter anderem angeben, wie häufig innerhalb eines Jahres Asthma-Symptome aufgetreten waren, Asthma-Patienten mussten zusätzlich berichten, wie oft sie innerhalb eines Monats Notfall-Medikamente eingenommen hatten und wie stark die Krankheit ihre Aktivitäten eingeschränkt hatte. Daten zu ihrer Ernährung sammelten die Teilnehmer an drei Tagen. Die Ergebnisse seien Momentaufnahmen und müssten daher vorsichtig interpretiert werden, so die Forscher. Sie planen längere Studien, um die Ergebnisse zu bestätigen. (avg)