PTA-Forum online

Homöopathika liegen im Trend

27.10.2014
Datenschutz

Von Annette Immel-Sehr / Menschen nehmen Homöopathika größtenteils aufgrund einer persönlichen Empfehlung aus dem Familien- oder Bekanntenkreis. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie zu homöopathischen Arzneimitteln des Instituts für Demoskopie Allensbach, die der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) am 20. Oktober in Bonn vorstellte.

Erst an zweiter und dritter Stelle stehen die Empfehlung eines Arztes oder Heilpraktikers beziehungsweise die Beratung in der Apotheke. Anwender von homöopathischen Arzneimitteln geben ihre positiven Erfahrungen an Freunde und Bekannte weiter und so wächst der Kreis derer, die die Präparate einsetzen. Während vor fünf Jahren in einer ähnlichen repräsentativen Studie 53 Prozent der Befragten angaben, schon einmal homöopathische Arzneimittel eingenommen zu haben, sind es aktuell bereits 60 Prozent.

Fast die Hälfte der Anwender berichteten, dass die Arzneimittel ihnen immer geholfen hatten, bei 39 Prozent war dies zumindest manchmal der Fall. Die meisten (56 Prozent) nutzten homöopathische Arzneimittel zur Behandlung einer Erkältung oder eines grippalen Infekts, fast ein Drittel zur Stärkung des Immunsystems. Zu weiteren häufigen Indikationen zählen Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Insektenstiche und Sonnenbrand. Die Allensbach-Studie zeigt, dass vor allem Frauen zu Homöopathika greifen. 73  Prozent der weiblichen Befragten gaben an, diese Arzneimittel zu verwenden, der Anteil der Männer liegt bei 48  Prozent. In Westdeutschland nehmen 64 Prozent homöopathische Arzneimittel ein, im Osten des Landes sind es 44 Prozent.

Aufgrund der aktuellen Ergebnisse sehen die Meinungsforscher weiteres Wachstumspotenzial für homöopathische Arzneimittel. Denn nur ein kleiner Teil der Bevölkerung (12 Prozent) schließt die Anwendung dieser Präparate grundsätzlich aus. Rund 28 Prozent bezeichneten ihre Einstellung entweder als grundsätzlich offen oder unentschieden. /

Quelle: Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller