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Kampf gegen Tuberkulose verstärken

27.10.2014
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Von Annette van Gessel / Jedes Jahr geht die Zahl derjenigen zurück, die an den Folgen einer Tuberkulose sterben, schreibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im »Tuberkulose-Bericht 2014«, den sie am 22. Oktober in Genf veröffentlichte. So sind im Jahr 2013 schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen an Tuberkulose (TB) gestorben, 37 Millionen hätten die Infektionskrankheit durch die besseren Therapiemöglichkeiten überlebt.

Dennoch fordert die WHO, den Kampf gegen TB zu verstärken. Ihr Argument: Die meisten Todesfälle aus dem letzten Jahr hätten verhindert werden können. Doch dazu seien mehr finanzielle Mittel erforderlich. Damit die Krankheit weltweit effektiv bekämpft werden kann, seien nach Angaben der Organisation pro Jahr acht Milliarden Dollar (6,3 Milliarden Euro) nötig. Derzeit stünden aber nur sechs Milliarden Dollar zur Verfügung. Ohne Behandlung sterben bis zu 70 Prozent der Erkrankten innerhalb von zehn Jahren an einer Lungentuberkulose.

Mit dem TB-Erreger, Mycobacterium tuberculosis, infizieren sich Gesunde beispielsweise, wenn Tuberkulosekranke die Bakterien beim Husten ausstoßen. Jedoch schützt ein intaktes Immunsystem meist vor dem Ausbruch der Infektionskrankheit. Daher sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem besonders gefährdet. Von den 1,5 Millionen Menschen, die 2013 an Tuber­kulose starben, waren schätzungsweise mindestens 360 000 HIV-positiv. / Quelle: dpa