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Mut zur Veränderung

27.10.2014
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Von Barbara Neusetzer / Die einleitende Rede des ABDA-Präsidenten Friedemann Schmidt hat mir gut gefallen, weil er Mut zur Veränderung gemacht hat. Die Apothekerschaft muss sich auf die Entwicklungstendenzen in der Gesellschaft einstellen, so Schmidt. Die Anpassung zu verweigern, könne schnell zu einer existenziellen Bedrohung werden.

Für mich heißt das unter anderem: Apothekeninhaber, die nur über ihre Lage jammern und klagen, werden auch nur als »Lamentierer« und nicht als Gestalter wahrgenommen. Welchen Nachwuchs – und der wird dringend gebraucht – soll das motivieren, in die öffentliche Apotheke zu gehen? Wir brauchen also positive Visionen und konkrete Ziele. Die im Perspektivpapier »Apotheke 2030« postulierte verstärkte Hinwendung zur heilberuf­lichen Arbeit und zum Patienten, zum Beispiel beim Medikationsmanagement, ist aus meiner Sicht die richtige Zielrichtung. Das gilt auch für eine bessere Zusammenarbeit mit anderen Heilberufen in therapeutischen Netzwerken. Daraus folgt, dass die Apotheker künftig mehr Kompetenzen erhalten sollten. Sie müssen aber auch mehr Verantwortung übernehmen für – die laut Perspektivpapier »grundsätzlich evidenzbasierte« – Beratung und Versorgung der Patienten.

Dass die eigentliche Arbeit erst nach der Verabschiedung des Perspektivpapiers beginnt, dürfte ebenfalls allen klar geworden sein. Das betrifft ganz wesentlich die Ausbildung sowie die Fort- und Weiterbildung. Dabei geht es um eine grundlegende Modernisierung des Pharmaziestudiums und um ein Fortbildungssystem zum Thema Medikationsmanagement für die Approbierten.

Allerdings besteht Bedarf nicht nur bei den Apothekern! Auch alle anderen Berufe in Apotheken müssen mit auf die »Reise« genommen und entsprechend »ausgerüstet« werden. Insbesondere die PTA-Ausbildung bedarf dringend der Novellierung: Deshalb fand ich den Adhoc-Antrag dazu sehr wichtig, der unter anderem von Dr. Heidrun Hoch, Vorsitzende der TGL-Nordrhein, Magdalene Linz, Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen, von Dr. Hans Rudolf Diefenbach, stellvertretender Vorsitzender des Apothekerverbands Hessen sowie Adexa-Mitgliedern gestellt wurde. Er wurde zwar in den Ausschuss verwiesen. Adexa wird sich aber dafür einsetzen, dass er dort nicht all zulange schmort. /

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