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Adexa und BVpta

Gemeinsames Positionspapier

14.08.2018
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Adexa / Die Apothekengewerkschaft Adexa und der Bundes­verband pharmazeutisch-technischer AssistentInnen (BVpta) haben ein gemeinsames Positionspapier zur Neuordnung des PTA-Berufsbildes verabschiedet. Das Dokument wurde an Mitglieder des Gesundheitsausschusses im Bundestag verschickt.

»Das Aufgabenbild von PTA hat sich im Laufe der mehr als 50-jährigen Berufs­geschichte stark gewandelt«, sagt Bettina­ Schwarz, Geschäftsführerin des BVpta. »Deshalb ist es an der Zeit für eine tiefgreifende Novellierung.« Rund 66 000 PTA und mehr als 2000 PTA-Praktikanten sind in öffentlichen Apotheken tätig. Über PTA laufen 70 bis 80 Prozent aller Kundenkontakte. Wei­tere Tätigkeitsschwerpunkte sind die Herstellung, Prüfung und Dokumen­tation von Rezepturen und Defekturen. Auch bei Krankenkassen oder in der Industrie erfüllen PTA wichtige Aufgaben. »PTA ist also ein modernes Berufsbild«, fasst Adexas Erster Vorsitzender Andreas­ May zusammen. »Dazu gehören auch mo­derne Rahmenbedingungen.«

In ihrem Positionspapier fordern Adexa und der BVpta umfassende Änderungen am Gesetz über den Beruf des pharmazeutisch-technischen Assistenten (PharmTAG) sowie an der Aus­bildungs- und Prüfungsordnung (PTA-APrV). »Beide Regelwerke bilden weder den aktuellen Stand noch zeitgemäße Kompetenzen von PTA ab«, so Sabine Pfeiffer van Rijswijk, Vorsitzende des BVpta. Als Beispiele nennt sie Qualitätsmanagement, Dokumentation und Digitalisierung. »Gleichzeitig müssen die Ausbildungsbedingungen attrak­tiver gestaltet werden, um dem schon jetzt bestehenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken«, ergänzt May.

Zu den Forderungen selbst: Die Ausbildungsdauer soll auf 36 Monate verlän­gert werden, also 30 Monate PTA-Fachschule und wie bisher sechs Monate Praktikum. Ausbildungsschwerpunkte und Themen sind nach zeitgemäßen Erfor­dernissen aufzustocken und die Ausbildungsstandards bundesweit an­zu­gleichen. Zum zeitgleichen Erwerb eines­ Fachhochschulabschlusses sind zusätz­lich Deutsch und Mathematik sowie­ eine Fremdsprache erforderlich.

Das Dokument haben Adexa und BVpta­ jetzt an den Gesundheitsausschuss im Bundestag geschickt. Beide Verbände wollen anschließend Abgeordnete in Gesprächen direkt informieren. /