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Tiergesundheit

Schönes Hundeleben – auch im Alter

13.11.2013  12:33 Uhr

Von Stefan Pachnicke / Alterungsprozesse lassen die Leistungs­fähigkeit sowie die Abwehrkräfte des Körpers schwinden und schränken Stoffwechsel- und Organfunktionen ein. Diese natürliche Entwicklung ist bei Hunden nicht anders als beim Menschen. Daher ist es der Wunsch vieler Tierhalter, die Lebensqualität des Hundes auch bis ins hohe Alter hinein zu erhalten. Ergänzungsfuttermittel können dazu einen sinnvollen Beitrag leisten sowie altersbedingte Herz- und Gelenkbeschwerden des Vierbeiners lindern.

Der natürliche Alterungsprozess ist durch zahlreiche Faktoren bedingt. Dazu gehören neben den Erbanlagen des Tieres auch sein soziales Umfeld, die tägliche Ernährung sowie Zuwendung und Pflege durch den Menschen. Im Unterschied zur Katze spielt bei Hunden allerdings zugleich dessen Rasse eine wesentliche Rolle für den Eintritt ins Seniorenalter: Während ein kleiner Jack Russel Terrier mit zehn Jahren häufig noch fit und agil ist, beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung einer Dogge gerade einmal sieben bis acht Jahre.

Veränderungen im Alter

Mit fortschreitendem Alter nehmen – ähnlich wie beim Menschen – die Anpassungs- und Leistungsfähigkeit der Körperfunktionen ab und es zeigen sich die ersten Alterserscheinungen. So sind ältere Tiere oft weniger spielfreudig, dafür ruhiger und schlafen mehr. Außerdem werden ihre Seh- und Hörfähigkeit schwächer. Manche Tiere entwickeln sogar eigenwillige Verhaltensweisen, werden unfolgsam oder gar stur.

Der Alterungsprozess wirkt sich auch negativ auf die Abwehrkräfte aus. Im fortgeschrittenen Alter werden viele Hunde anfälliger gegenüber Krankheiten, und ihre Genesungsdauer verlängert sich mitunter erheblich. Mit der Zeit treten oft typische, altersbedingte Erkrankungen auf wie Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz, Arthrosen oder verschiedene Herzerkrankungen. Bei mehreren unabhängigen Grunderkrankungen oder wenn sich eine neue Krankheit durch eine bereits bestehende ergibt, sprechen Tierärzte von Multimorbidität.

Da mit dem Alter die degenerativen Prozesse zunehmen und viele Erkrankungen chronisch verlaufen, bleibt eine Heilung letztlich oft unvollständig oder ist nicht mehr möglich. Vielmehr gilt es in diesem Lebensabschnitt verstärkt, die Beschwerden der Tiere zu lindern und die Lebensqualität so gut und lange wie möglich zu erhalten. Zur Vorbeugung und Linderung alters­bedingter Beschwerden können Ergänzungsfuttermittel aus der Apotheke einen wertvollen Beitrag leisten – speziell bei Hunden mit Herz- und Gelenk­erkrankungen.

Gelenkfitness erhalten

Gelenkprobleme sind bei Hunden keine alleinige Frage des Alters: So treten Abnutzungs- und Überlastungserscheinungen des Bewegungsapparates häufig auch bei übergewichtigen oder sportlich besonders aktiven Tieren auf. Allerdings kommen gerade im Alter noch verstärkt degenerative Gelenk­erkrankungen hinzu. Insgesamt sind Gelenkleiden bei Tieren im Senioren­alter von großer Bedeutung und die mit Abstand häufigste Ursache für chronische Schmerzen.

Altersbedingter Verschleiß und Überbeanspruchung führen bei Hunden oft zu arthrotischen Veränderungen der Gelenke. Am Anfang der Leidensgeschichte steht häufig eine überlastungsbedingte Verletzung des Gelenkknorpels, die sich durch die stete Reibung und weitere Belastung zu einer Entzündung des ganzen Gelenkes ausweiten kann. Der Knorpel wird so immer weiter geschädigt und in seiner Masse reduziert. Die Folgen sind eine verminderte Bewegungsfähigkeit und ein Rückgang bei der Bildung neuer Gelenkflüssigkeit. Diese ist jedoch für die Nährstoffversorgung des Knorpels essenziell. Wird der Knorpel unterversorgt, schreitet die Schädigung des Gelenks weiter voran – ein Teufelskreis entsteht. Je nachdem, wie weit die Arthrose fortgeschritten ist, kann sie beim Hund chronische Schmerzzustände auslösen. Die Lebensqualität des Tieres sinkt dadurch oft erheblich.

Gelenkschmerzen äußern sich beim Hund durch eine Vielzahl von Symptomen: Neben einem steifen Gang bemerken die Halter meist, dass die Tiere oft Schwierigkeiten haben, sich nach dem Liegen wieder aufzurichten. Nicht selten vermeiden sie es zu springen oder zögern beim Treppensteigen. Das wohl auffälligste Merkmal, das Humpeln der Tiere, tritt aber meist erst in einem fortgeschrittenen Sta­dium der Erkrankung auf. Derartige altersbedingte Symp­tome müssen beim Auftreten, beziehungsweise wenn sie vom Halter beobachtet werden, grundsätzlich durch eine tierärztliche Untersuchung von traumatisch bedingten Schädigungen der Gelenke abgegrenzt werden.

Bereits bestehende Knorpelschäden sind nicht mehr rückgängig zu machen. Aus diesem Grund sollten Hundebesitzer für die Gelenkgesundheit ihres Tiers sorgen, indem sie belastungsbedingte Schädigungen frühzeitig verhindern. Spezielle Ergänzungsfuttermittel helfen, die natürliche Funktionsfähigkeit der Gelenke bis ins hohe Alter hinein zu erhalten. Wichtige Bausteine zur Unterstützung des Gelenkstoffwechsels liefern Naturstoffe wie die Grüne Lippenmuschel, Bärlauch oder indischer Weihrauch. Sie tragen zur Elastizität des Gelenkknorpels bei und beugen einer potenziellen Mangelversorgung vor.

Ein starkes Herz bewahren

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bei alten Hunden weit verbreitet. Nahezu die Hälfte der über 12-jährigen Tiere leiden unter einer Erkrankung des Herzens. Allerdings gibt es auch hier rassespezifische Unterschiede. So diagnostizieren Tierärzte bei kleinen Hunderassen wie dem Pudel vor allem Erkrankungen der Herzklappe, zum Beispiel degenerative Fibrosen. Demgegenüber neigen größere Hunde eher zu Herzrhythmusstörungen oder einer Erweiterung der Herzkammern.

Eine weitere, verbreitete Alterserkrankung bei Hunden ist die Herzschwäche oder Herzinsuffizienz. Die körperliche Leistungsfähigkeit betroffener Tiere nimmt mit der Zeit immer weiter ab, was sich in ihrem Verhalten widerspiegelt: Während sie im Anfangsstadium lediglich schwach, lustlos und müde erscheinen, kann es im Verlauf zu Atemnot, Kreislaufversagen oder Ohnmachtsanfällen kommen. Hustet das Tier unter Belastung, ist dies ein mögliches Zeichen einer bestehenden Herzerkrankung. Manchmal überanstrengen sonst eher ganz alltägliche Aktivitäten wie das Gassi gehen herzkranke Tiere und lösen Hustenattacken aus. Verschlechtert sich der Gesundheitszustand weiter, tritt der Husten auch im Ruhezustand auf und hält später sogar die Nacht hindurch an.

Neben einer medikamentösen, tierärztlich initiierten Therapie sollten die Hundebesitzer ihr Tier weitestgehend entlasten und beim alltäglichen Bewegungspensum am Schweregrad der Erkrankung orientiert – unnötige Anstrengungen vermeiden.

Bei adipösen oder an Diabetes erkrankten Tieren lagert sich häufig zusätzlich verstärkt Fett am Herzen ab. In diesem Fall ist eine Gewichtsreduktion sinnvoll. Je nach Krankheitssymptomatik setzen Tierärzte zur Therapie des Herzleidens ACE-Hemmer, ß-Blocker oder Antiarrhythmika ein. Zur unterstützenden Behandlung finden L-Carnitin, Magnesium, Vitamin B15 oder Antioxidanzien («Radikalfänger«) wie Selen und Vitamin E Anwendung, die in Form entsprechender Ergänzungsfuttermittel (zum Beispiel VivoCor®) verabreicht werden können und damit einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Herzfunktion des Hundes leisten. /

E-Mail-Adresse des Verfassers
stefan.pachnicke(at)gmx.de