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Männer und Berufstätige haben Nachholbedarf

11.11.2014
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Von Verena Arzbach / Gesund zu leben scheint in der Praxis schwieriger zu sein, als bisher angenommen. Einer repräsentativen Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge glauben 68 Prozent der Deutschen, dass sie mehr für ihre Gesundheit tun müssten – allen voran Männer und Berufstätige.

Bewegung, eine gesunde und ausgewogene Ernährung, Sport, genug Schlaf und möglichst wenig Stress: alles Faktoren, die einen gesunden Lebensstil ausmachen. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte dazu 2001 Erwachsene in Deutschland befragt.

Besonders Männer haben demnach Probleme, das Wissen in die Praxis umzusetzen. 72 Prozent der befragten Männer beschreiben ihr Gesundheitsverhalten als ausbaufähig. Bei den Frauen sind es dagegen 65 Prozent. »Bisher galt es eher als unmännlich, sich um die eigene Gesundheit zu kümmern«, erklärt Heiko Schulz, Psychologe bei der TK und ergänzt: »Männer halten sich gern für unverwundbar.« Viele dächten, dass eine ernsthafte Krankheit sie sowieso nicht trifft. Folglich nutzten sie immer noch deutlich weniger die zahlreichen Angebote zur Prävention.

Wenn der Beruf viel Zeit beansprucht, ist es scheinbar schwierig, das theoretische Wissen über einen gesunden Lebensstil im Alltag umzusetzen. So gaben drei Viertel der Berufstätigen an, mehr für die eigene Gesundheit tun zu müssen. Sieben von zehn Erwerbstätigen achten der Umfrage zufolge auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf; bei den Nicht-Erwerbstätigen tun dies acht von zehn Befragten. Die richtige Balance zwischen Stress und Entspannung finden sogar nur sechs von zehn Berufstätigen. »Berufstätige brauchen sinnvolle Angebote, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen und nicht zusätzlich für Zeit- und Termindruck sorgen«, so Schulz. /

Quelle: Techniker Krankenkasse