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Gefährlicher Rauch bei der Haarentfernung

29.08.2016  11:27 Uhr

Von Elke Wolf / Eine Haarentfernung mittels Laser lässt zwar relativ zuverlässig die Stoppeln verschwinden, sorgt aber für Hinterlassenschaften anderer Natur.

Wenn Haare beim Lasern verdampft werden, entstehen toxische Substanzen in relevantem Ausmaß, haben Forscher um Dr. Gary Chuang aus Boston herausgefunden.

Die Derma­tologen identifizierten 377 Verbrennungsprodukte, davon 62 in nicht unerheblichen Mengen. 13 waren bekannte Karzinogene, darunter Benzol, Acrylonitril, Styrol, Diethylphthalate oder Naphthalin. 20 weitere Substanzen gelten als akut toxisch oder reizend, etwa Xylol, Phenol oder Toluol. Zudem stieg die Feinstaubbelastung durch Verdampfung des Haarschafts deutlich.

Die Wissenschaftler analysierten deutlich erhöhte Werte für Kohlen­mon­oxid, Acetonitril und Acrylonitril – Werte, die durchaus zu Vergiftungs­erscheinungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen führen können, schreiben Chuang und sein Team. Acetonitril und Acrylonitril verstoffwechselt der ­Organismus zu Blausäure. /