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Mit Sonnenenergie gegen Mücken

29.08.2016
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Von Annette van Gessel / Das Ziel der WHO, bis 2030 die Malaria zu eliminieren, könnte einen Schritt näher rücken.

In Häusern der kenianischen Insel Rusinga im Viktoria-See haben Forscher der Universität Wageningen, des Kenyan International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE) und des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts (Swiss TPH) in Basel insgesamt 4500 mit Solarenergie betriebene Moskitofallen aufgestellt.

Diese reduzierten die Malaria-Infektionsrate in den Haushalten um 30 Prozent. Die neue Falle ködert die Mücken mit einem menschenähnlichen Duft, ­einem Gemisch aus Milchsäure und anderen über die menschliche Haut ausgeschiedenen Stoffen. Ein mit Solarenergie betriebener Ven­tilator erzeugt einen Luftstrom und saugt die Tiere ­in die Falle, aus der sie nicht mehr fliehen können. Als insektizidfreie Methode besteht zudem kein Risiko, dass die Moskitos Resistenzen ausbilden.

Da die Falle auch Aedes aegypti, die Gelbfiebermücke und Überträgerin des Zikavirus sowie des Dengue- und des Gelbfiebers anlockt, könnte sie ebenfalls zur Eindämmung dieser Erkrankungen eingesetzt werden. /