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Apothekenzahlen sinken

25.08.2017  12:03 Uhr

Zur Jahreshälfte 2017 erreichte die Apothekenzahl in Deutschland den niedrigsten Stand seit 1988. Mit 19 880 Apotheken gibt es derzeit im Bundesgebiet so wenige Apotheken wie zuletzt ein Jahr vor dem Mauerfall. 

Damals waren es in den beiden deutschen Staaten zusammen 19 781 Apotheken. Seit Jahresende 2016 hat sich die Apothekenzahl von 20 023 um 143 re­duziert. Das ergeben Erhebungen der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Auffällig ist der Verlust an selbstständigen Apothekeninhabern, deren Zahl in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 209 sank. 

Dass es weniger Haupt- beziehungsweise Einzel­apotheken gibt, wird nur zum Teil dadurch aufgefangen, dass die Zahl der Filialen wächst: 66 Filialbetriebe sind im ersten Halbjahr dazugekommen. »Zum Glück haben wir noch eine flächendeckende Versorgung. Ein Preiswettbewerb mit ausländischen Versandhändlern bei rezeptpflichtigen Medikamenten wird allerdings den Abwärtstrend beschleunigen. Deshalb brauchen wir direkt nach der Bundestagswahl ein Gesetz, das wieder einheitliche Preise bei verschreibungspflichtigen Medikamenten herstellt. Möglich wird das nur über ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln«, sagt ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. (ABDA/iw)