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Viren

Import im Fluge

25.08.2017  12:03 Uhr

Von Corinna Franz / Knapp 40 Millionen Flugzeuge starteten weltweit allein im Jahr 2016. Mit an Bord vieler Flieger: Viren und sogenannte Vektoren, wie Mücken. Mit deren Verbreitung wächst die Gefahr für den Ausbruch in Mitteleuropa bis dato eher seltener beziehungsweise nicht bekannter Krankheiten.

In den letzten Jahren erkrankten mehrere Tausend Reisende an Infektionen, die es in Deutschland eigentlich nicht oder nicht mehr gibt. Dazu zählen parasitäre Erkrankungen wie Malaria, bakterielle wie Typhus und virale Infektionen, zum Beispiel durch Dengue- oder Zikaviren. 

Am häufigsten schleppen Reisende das Dengue-Fieber nach Deutschland ein. Rund 960 Fälle waren es im vergangenen Jahr. Noch nie zuvor wurden in Deutschland so viele importierte Dengue-Fieber-Fälle gemeldet. Vier der Fälle nahmen einen hämorr­hagischen Verlauf, kein Erkrankter starb. Hämorrhagisches Fieber, also eine fieberhafte Infektionskrankheit, in deren Rahmen sich Blutungen ent­wickeln, tritt in der Regel erst bei einer Neuinfektion mit einem anderen Serotyp des Dengue-Virus auf.

Fast die Hälfte der gemeldeten Dengue-Fälle betraf Thailand- (25 Prozent) und Indonesien-Reisende (23 Prozent). Die Infektionen hatten die Heimkehrer zu 79 Prozent in Asien, zu 15 Prozent in Mittel- und Südamerika, zu vier Prozent in Afrika und zu einem Prozent in Aus­tralien/Ozeanien erworben. Sieben Erkrankte könnten sich in europäischen Staaten infiziert haben.

Ein halbes Jahr vor den Olympischen Sommerspielen 2016 in Brasilien fand das Zikavirus weltweit Beachtung. Denn im Herbst 2015 begann dort ein großer Ausbruch durch diesen Erreger; vorher war das Virus in Amerika un­bekannt. Es ist in den Tropen und Sub­tropen weit verbreitet, vor allem die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) überträgt es. In einigen Fällen haben sich Menschen auch auf sexuellem Weg mit dem Virus infiziert. Schwere Verläufe sind extrem selten, jedoch brachten infizierte Schwangere schwer missgebildete Kinder zur Welt.

Ab Herbst 2015 wurden in Deutschland bei Reiserückkehrern zwei Zikaerkrankungen beobachtet, 2016 insgesamt 222 Fälle. Bei einem dieser Fälle war die Infektion in Deutschland durch Sexualkontakt übertragen worden. Etwa jeder zehnte Erkrankte wurde im Krankenhaus behandelt.

Eine Meldepflicht besteht seit Mai 2016. Bisher ist in Deutschland niemand an der Infektion gestorben oder an einer Komplikation erkrankt, wie zum Beispiel am Guillain-Barré-Syndrom, auch wurde kein Säugling mit Mikrozephalie geboren.

Zikavirus-Infektionen verlaufen häu­fig ohne oder mit nur geringen unspezifischen Symptomen. Daher gehen Experten von einer hohen Dunkelziffer aus.

Neu in Amerika

An Chikungunya erkrankten bis 2013 vor allem die Bevölkerungen Afrikas und Asiens. Einzelne Ausbrüche traten in Südeuropa auf, zum Beispiel 2007 in Italien mit etwa 200 Fällen. Im Winter 2013/2014 brach in der Karibik Chikungunya mit vielen Tausend Fällen aus. Von dort weitete sich die Krankheit auf Mittel- und Südamerika aus. 2014 wurden 162 Fälle nach Deutschland importiert, 2015 sank die Zahl auf 110 Fälle und 2016 auf 74 Fälle.

Das Virus kommt bei Affen und wahrscheinlich auch bei Nagetieren vor. Es wird durch Stechmücken der Gattung Aedes übertragen. Neben Fieber­, Kopf- und Muskelschmerzen machen den Erkrankten häufig beid­sei­ti­ge Gelenkbeschwerden zu schaffen, die auch noch über Monate anhalten können, nachdem das Fieber­ abgeklungen ist. Hämorrhagische Verläufe gibt es nicht, die Krankheit verläuft nur sehr selten tödlich.

Tipps für Reiserückkehrer

Bei den ersten Krankheitszeichen im oder nach ihrem Urlaub sollten Reiserückkehrer ihren Arzt über ihren Auslandsaufenthalt informieren, damit dieser bei der Diagnose auch »exotische« Krankheiten berücksichtigt. Viele Virus­erkrankungen beginnen mit all­gemeinen Symptomen wie Fieber, Gelenk­schmerzen oder Hautausschlag.

Häufig verlaufen Virusinfektionen auch ohne oder nur mit milden Krankheitszeichen. Dennoch können die Infizier­ten andere anstecken. Je nach Ansteckungsrisiko im Reiseland sind daher Schutzmaßnahmen nach der Rückkehr in Deutschland sinnvoll und nötig. Diese reichen vom Gebrauch von Kondomen (Zika, Hepatitis B, HIV) über einen mehrwöchigen Schutz vor Mücken­stichen (in bestimmten Regionen Deutschlands, zum Beispiel bei Zika) bis zu einem monatelangen Verzicht­ auf das Blutspenden. Da Zikavirus-Infektionen vor allem für Schwangere und Neugeborene eine Gefahr darstellen, sollten Reiserückkehrer aus Ländern mit einem hohen Infektions­risiko bei sexuellen Kontakten Kondome nutzen.

Tabelle: Regionen, in denen die Zikavirus- Erkrankung möglicherweise erworben wurde (218 Nennungen).Stand 2016

Kontinente Fälle Prozent
Nord- und Mittelamerika (inklusive Karibik) 167 77
Südamerika (Festland) 44 20
Asien 7 3

Verschiedene Therapieansätze

Um Viruserkrankungen zu behandeln, stehen Virustatika zur Verfügung. Sie greifen an unterschiedlichen Stellen des Vermehrungszyklus ein: Manche verhindern das Andocken an oder das Eindringen in die Wirtszelle, andere hemmen die Vermehrung des Erbguts oder der Proteine des Virus. Auch der Zusammenbau der Viren und ihre Freisetzung aus der Zelle können durch Virust­atika gestört werden.

Diese antiviralen Arzneimittel verordnen Ärzte in der Regel jedoch nur für chronisch verlaufende Erkrankungen, wie HIV-Infektionen, um einen Ausbruch der Krankheit AIDS zu vermeiden. Würden sie generell bei jedem Virusinfekt angewendet, würden sich rasch Resis­tenzen entwickeln – wie bei den Antibiotika zu beobachten.

Impfstoffe sind die Alternative. Von der Identifikation eines Er­regers bis zur Bereitstellung eines geeigneten Impfstoffes vergehen in der Regel viele Jahre, um die für die Zulassung erforderliche Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit garantieren zu können.

Gegen einige Viren wurden bereits vor Jahrzehnten wirksame Impfstoffe entwickelt, so gegen Masern, Gelb­fieber, FSME oder Grippe. Bei anderen Viren lassen die Erfolge in der Impfstoff-Forschung auf sich warten.

Als im August 2014 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ebola-Epidemie zum internationalen Gesundheitsnotfall erklärte, forschten Wissenschaftler glücklicherweise bereits an Impfstoffen gegen das Ebola-Virus. Die WHO gründete ein weltweites Ex­perten-Netzwerk, um Impfstoffkandidaten schnell und koordiniert klinisch zu testen, gleichzeitig aber die Sicherheit der Studienteilnehmer zu ge­währ­leisten. Die ersten klinischen Studien begannen im November 2014. Rund zwei Jahre später steht in den USA ein Impfstoff kurz vor der Zulassung. Derzeit befinden sich 15 verschiedene Wirk- und Impfstoffe gegen Ebola in der Entwicklung.

Bei anderen Krankheiten lässt der gewünschte Erfolg trotz jahrzehnte­langer Impfstoff-Forschung auf sich warten, so etwa gegen den AIDS-­Erreger HIV. Schon 1986 begannen die ersten Wissenschaftler mit der Suche nach einem geeigneten Impfstoff. Inzwischen wurden und werden einige Impfstoffe getestet. Aber die erzielte Wirksamkeit betrug bisher höchstens 30 Prozent. Bei einer jetzt in Südafrika begonnenen klinischen Studie hoffen die Forscher auf 50 bis 60 Prozent Wirksamkeit; die Ergebnisse werden in etwa drei Jahren vorliegen. Die größten Hindernisse für einen wirksamen Impfstoff stellen dabei die hohe genetische Vielfalt verschiedener HIV-1-Stämme sowie die hohe Mutationsrate des Genoms dar.

Für zukünftige Influenza-Pandemie-Impfstoffe werden sogenannte Muster­­impfstoffe bis zur Zulassung gebracht. Sie enthalten bereits den für die nächste Pandemie vermuteten Virus­typ, beispielsweise H5N1. Tritt dann tatsächlich ein gefährliches H5N1-Virus auf, passen die Hersteller, ähnlich wie bei den saisonalen Grippeimpfstoffen, nur die Antigene im Impfstoff an, was das Zulassungsverfahren deutlich beschleunigt.

Für viele Arboviren, wie Chikungunya-, Dengue-, Rift-Valley-, West-Nil- oder auch das Zikavirus gibt es keine Impfung. Umso wichtiger ist in diesen Fällen ein sehr guter Mückenschutz: Hierzu gehören lange Hosen und lockere, langärmelige Kleidung. Nachdem nachts ein Moskitonetz vor den Mücken­ geschützt hat, muss es tagsüber hochgebunden werden. Dann sind noch keine Mücken im Netz, wenn die Menschen ins Bett gehen. Ein wirksames Repellent vervollständigt den Schutz. In geschlossenen Räumen können­ Räucherspiralen Mücken vertreiben oder abtöten.

Das Hämorrhagische Fieber

Die meisten hämorrhagischen Fieber, das heißt infektiösen Fiebererkrankungen, die mit Blutungen einhergehen, werden von Arboviren verursacht. Die Gruppe der Arboviren umfasst verschiedene Viren, die durch Gliedertiere wie Mücken, Fliegen oder Zecken übertragen werden. In der Regel zeigt sich die Virusinfektion zunächst in allgemeinen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Hautausschlag. Je nach Virus können dann aber auch diffuse Blutungen und Schockzustände auftreten, der Kreislauf zusammen­brechen und schließlich Organe versagen. Diese schweren hämorrhagischen Verläufe sind lebensbedrohlich und führen manchmal zum Tod.

Wie gefährlich die Infektion verläuft, hängt vom Virus ab. Beim Dengue-Virus nimmt nur ein Bruchteil der Erkrankungen einen bedrohlichen Verlauf. Ist das Dengue-Virus jedoch in einer Region sehr verbreitet, steigt die Zahl der Toten mit der Zahl der Erkrankten. An einer Infektion mit Ebola- und Marburgviren, die nicht zu den Arboviren zählen, sterben dagegen – je nach Serotyp – sehr viele Menschen.

Gefährliche Mischung

In verschiedenen Regionen Deutschlands werden in den letzten Jahren zuneh­mend Mückenarten entdeckt, die aus subtropischen oder tropischen Gegenden stammen. Dazu zählt auch die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus). Sie wurde im Sommer 2016 in den Regionen Freiburg, Heidelberg, Sinsheim und Jena nachgewiesen und kann mindestens 22 verschiedene Arbo­-Viren übertragen darunter auch das Zikavirus oder andere nicht heimische Krankheitserreger, wie zum Beispiel das Dengue- oder Gelbfiebervirus. Die Bedeutung der ebenfalls nachgewiesenen Asiatischen Buschmücke (Aedes japonicus japonicus) als Überträger ist noch nicht geklärt. Reiserückkehrern aus Zika-Ausbruchsgebieten empfiehlt daher der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes, sich in den oben genannten Gebieten Deutschlands noch drei Wochen nach der Reise besonders vor Mückenstichen zu schützen. Stechen die eingewanderten Mücken einen mit Zika infizierten Menschen, könnten sie sonst die Er­reger weiterverbreiten und andere Menschen durch ihren Stich infizieren.

In Deutschland ist die Ansteckungsgefahr für durch Mücken übertragene Virus-Krankheiten (bisher) sehr gering. Denn den übertragenden Mückenarten ist es hierzulande in der Regel zu kalt. Das könnte sich jedoch ändern: Autofahrer aus Südeuropa bringen mit ihren Fahrzeugen die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) oder die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus japonicus) über die Alpen mit, und die Mücken­ verbreiten sich entlang der Autobahnen, vor allem der A5. Im Jahr 2011 wurden­ erstmals erwachsene, vermehrungsfähige Weibchen dieser beiden Mückenarten im oberen Rheintal (Baden-Württemberg) nachgewiesen, 2015 vermehrungsfähige Tigermücken auch in Jena (Thüringen). Wahrscheinlich stammen die hiesigen Tiger­mücken nicht direkt aus den Tropen, sondern haben ihren Weg über die USA genommen. Dort gibt es schon seit mehr als 20 Jahren Tigermücken-Populationen, die sich immer mehr an das gemäßigte Klima anpassen und deren Gelege auch kalte Winter überstehen.

Epidemiologen und Behörden nehmen die Bedrohung ernst. Seit Mai 2016 besteht eine Meldepflicht für alle nachge­wiesenen Arboviren. Gleichzeitig stellen Forscher an verschiedenen Stellen in Deutschland Mückenfallen auf, um die Verbreitung möglicher Vektor-Mücken zu erfassen. Entsprechende Mückenarten werden dann gezielt bekämpft. Auch die Bevölkerung kann den Wissenschaftlern bei der Mückensuche helfen. Informationen dazu stehen unter https:­//mueckenatlas.de/ bereit.

Paradebeispiel Influenza

Das humane Influenzavirus ist ein gutes Beispiel dafür, dass Krankheitserreger ständig um die Welt ziehen. Es verbreitet sich vor allem von Mensch zu Mensch – besonders in den kalten Jahreszeiten. Jedes Jahr gibt es daher zwei Grippewellen: eine um den Jahres­wechsel herum auf der Nordhalbkugel, eine um die Jahresmitte auf der Südhalbkugel. Gleichzeitig treten spontane Muta­tionen im Erbgut der Viren relativ häufig auf, und zwei verschiedene Influenzaviren tauschen teilweise auch ganze Gene aus, wenn sie gleichzeitig einen Organismus infizieren. Eine solche Neumischung des viralen Erbguts kann sowohl im Menschen als auch in Tieren­ stattfinden, wie etwa in Schweinen oder Vögeln. Dabei können sich auch Gene von In­fluenza­viren aus Tieren und Menschen mischen, woraus eine neue, hoch infektiöse Virusvariante resultiert. Fast jedes Jahr breiten sich im Vergleich zum Vorjahr veränderte Grippeerreger auf der Erde aus.

Gefahr durch Zecken

Während in Deutschland Mücken bisher kaum eine Rolle als Vektor spielen, verbreiten Zecken hier eine ganze Reihe von Krankheitserregern. Neben dem bundes­weit vorkommenden Lyme-Borre­liose-Bakterium ruft das Früh­­sommer­-Meningo­enzephalitis- Virus (FSME-Virus) die meisten Erkrank­ungen hervor. Daneben übertragen Zecken in Deutschland selten auch weitere Krank­heiten wie die parasi­täre Babesiose oder die bakteriellen Erkrankun­gen Ricket­siose, Ehr­lich­iose und Neoehrlichiose. Hauptüberträger in Mitteleuropa ist der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus). Doch auch weitere Zeckenarten kommen in Frage. Genau­ wie die oben genannten Mücken­ dringen die Zecken in Gebiete vor, in denen sie früher wegen der Kälte fehlten­: So erobert etwa Ixodes ricinus seit einigen Jahren Skandinavien und verbreitet auch dort Erreger wie das FSME-Virus.

Früh­sommer-Meningoenzephalitis, eine Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns, wird durch das FSME-Virus hervorgerufen. In der Regel über­tragen Zecken das Virus, selten gelangt es durch das Trinken von Rohmilch oder den Verzehr anderer Produkte in den Menschen.

In Deutschland tritt FSME vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, dem südlichen Hessen und Thüringen auf. Über das je nach Region unterschied­liche Ansteckungsrisiko können Ärzte, Apotheken oder das Gesundheitsamt Auskunft erteilen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) allen, die sich in Risikogebieten aufhalten. In den letzten Jahren wurden dem Institut jährlich zwischen 200 und 550 FSME-Fälle in Deutschland gemeldet. Dabei­ liegt das Erkrankungsrisiko Erwachsener ab 40 Jahren mehr als doppelt so hoch wie das­jenige von Kindern. Da Zecken auch andere Er­krankungen übertragen, ist es trotz Impf­ung sinnvoll, sich vor ihren Stichen mit entsprechender Kleidung und Repellentien zu schützen.

Leichtes Spiel für Mücken und Viren

Die Verbreitung bestimmter Krankheitserreger und ihrer Überträger ändert sich aus verschiedenen Gründen laufend. Der weltweite Handelsverkehr und die hohe Mobilität beziehungs­weise Reisefreudigkeit tragen dazu bei. Aber auch der Klimawandel wirkt sich aus: Eine Zunahme der Durchschnittstemperatur fördert die Ausbreitung von Mücken und anderer Vektoren. Je nach Ausmaß der Klimaerwärmung ist zu befürchten, dass sich beispielsweise das Chikungunya-Fieber dauerhaft in Südeuropa halten wird.

Um zu verhindern, dass sich Krankheiten wie Zikavirus-Infektionen in Zukunft weiter ausbreiten, sind Wissenschaftler wie Industrie gefordert, neue Impfstoffe gegen wichtige Erreger zu entwickeln. Mögliche Vektoren müssen überwacht und gegebenenfalls bekämpft werden. Jeder Einzelne kann durch Einhaltung der empfohlenen Schutzmaßnahmen dazu beitragen, den Vormarsch der Erreger zu erschweren. /

Epidemie und Pandemie

In der Regel verursachen (Influ­enza-)Viren einen regional begrenz­ten Ausbruch, eine so­genannte Epidemie. Durch Mutationen und besonders durch Neukombination des Erbguts kann aber unter Umständen ein (Influenza-)Virus entstehen, das sowohl besonders ansteckend ist, als auch zu sehr schweren Krankheitsverläufen führt. Ein solch aggressives Virus ist in der Lage, eine Pandemie zu verursachen, also einen weltweiten Ausbruch mit sehr vielen Erkrankten – und gegebenenfalls sehr vielen Todesfällen.