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Bei COPD auf die Schilddrüse achten

25.11.2013
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Von Annette Immel-Sehr / Die Unterfunktion der Schilddrüse verschlechtert bei Patienten mit chronisch-obstruktiver Bronchitis (COPD) die Lungenerkrankung. Als Folge kommt es häufiger zu sogenannten Exazerbationen, das heißt, die Patienten müssen öfter und heftiger husten, ihre Atemnot nimmt zu und es bildet sich vermehrt zäher Schleim. Auch die allgemeine gesundheitliche Verfassung der Patienten leidet.

Auf den Zusammenhang zwischen Hypothyreose und Verschärfung der COPD weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Berlin hin. Sie berufen sich dabei auf die Ergebnisse einer aktuellen Studie. Exazerbationen beschleunigen den Funktionsverlust der Lunge und erhöhen die Mortalität, so die Wissenschaftler. In der Studie beobachteten sie umso häufiger Exazerbationen, je höher der Blutspiegel von Thyreo­idea-stimulierendem Hormon (TSH) war. Ein erhöhter TSH-Spiegel aber ist ein Zeichen für eine Hypothyreose. Die Hypophyse setzt vermehrt TSH frei, um die Schilddrüse zur Hormonproduktion anzuregen.

Eine Unterfunktion der Schilddrüse bleibt häufig lange unerkannt, da die Beschwerden zunächst nicht auffallen. Sie sind zudem recht unspezifisch: Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Verstopfung und leichtes Frieren. Besteht bei einem COPD-Patienten der Verdacht auf Schilddrüsenunterfunktion, sollte der TSH-Wert bestimmt werden. Therapiert wird eine Hypothyreose in der Regel durch die Einnahme des Schilddrü­senhormons Thyroxin. /

Quelle: www.lungenaerzte-im-netz.de